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Pferde

Große Verantwortung

Pferde können über 30 Jahre alt werden. Wenn ihr euch ein Pferd anschafft, übernehmt ihr für eine sehr lange Zeit die Verantwortung und müsst euch jeden Tag mit eurem Pferd beschäftigen – bei Wind und Wetter. Daher solltet ihr euch die Frage stellen: Ist es das Tier, das ihr liebt? Oder liebt ihr mehr das Reiten? Dann beginnt eher damit, regelmäßige Reitstunden zu nehmen.

Unterbringung und Pflege

Offenstall

Die weit verbreitete Boxenhaltung entspricht nicht dem Wesen der Pferde. Sie sind Flucht- und Lauftiere und möchten eher einen Überblick haben und sich viel bewegen. Am besten geeignet ist die Weidehaltung mit einem Offenstall, in dem die Tiere vor Wind und Wetter geschützt sind. Wenn ihr euch zusammen mit euren Eltern dazu entschieden habt, ein Pferd anzuschaffen, gehört das tägliche Ausmisten des Schlafplatzes zu euren Aufgaben. Pferde legen sich nur gerne hin, wenn die Einstreu trocken und sauber ist. Außerdem müsst ihr jeden Tag die Hufe auskratzen und euer Pferd mit Striegel und Bürste putzen.

mehr weniger

Pferdehaltung ist relativ teuer. Unterbringung, Futter und Versorgung eines Pferdes kostet in der Regel zwischen 200 und 300 Euro pro Monat. Hinzu kommen Kosten für den Hufschmied oder den Hufpfleger, einen guten und tiergerechten Reitunterricht und die regelmäßigen Tierarztchecks für Impfungen und Wurmkuren. Gerade bei älteren Pferden sollte der Tierarzt regelmäßig die Zähne kontrollieren.

Futter

Geeignet

  • Heu oder Gras als Raufutter sollte immer zur Verfügung stehen
  • Leckereien wie Äpfel oder Möhren in Maßen
  • Kraftfutter in Maßen
  • Mineral-Leckstein

Nicht geeignet

  • altes, verschimmeltes Brot
  • Stroh als Raufutter (führt zu Verstopfungen)
  • angewelktes Gras, muffiges oder staubiges Heu

Bewegung und Beschäftigung

Pferde brauchen als Herdentiere jeden Tag mehrstündigen Auslauf mit Artgenossen auf einem Paddock oder einer Weide zum Grasen. Oft kraulen sich die Pferde gegenseitig oder dösen gemeinsam. Beim Kraulen beknabbert ein Pferd das andere am Mähnenkamm, das andere drückt sein Wohlbefinden aus, indem es seine Oberlippe vorstülpt und den Hals streckt. Neben der wichtigen Beschäftigung der Pferde miteinander, könnt ihr den Tieren viel Abwechslung bieten: Ausritte, schonende Reitweise, Bodenarbeit, Spaziergänge oder auch gemeinsame Übungen z.B. für ein Gelassenheits-Training mit Luftballons, Planen und Flatterbändern.

© Masanneck

Daran erkennt ihr einen guten Reitstall

  • Alle Pferde dürfen täglich mehrere Stunden in einer Gruppe auf einen Auslauf.
  • Die Pferde stehen nicht in hoch vergitterten Innenboxen ohne Ausblick nach draußen.
  • Kein Pferd muss mehr als drei Stunden am Tag arbeiten und bekommt dazwischen regelmäßig Pausen.
  • Die Reitlehrer zeigen euch, wie ein Pferd richtig geputzt, gesattelt und aufgetrenst wird. Unter Anleitung dürft ihr diese Aufgaben selbst übernehmen.
  • Jedes Pferd hat einen eigenen Sattel, eine eigene Trense und eigenes Putzzeug.
mehr weniger
  • die Reitlehrer machen zuerst Führübungen: ihr führt das Pferd am Strick und lernt die richtige Zeichensprache vom Boden aus, damit Mensch und Pferd zu einem guten Team werden
  • wenn ihr mit dem Pferd vom Boden aus vertraut seid, dürft ihr euch auf das Pferd setzen und beginnt mit einfachen Übungen im Schritt. So bekommt ihr ein Gefühl für das Gleichgewicht
  • Es wird ohne scharfe Gebisse geritten
  • Der Reitlehrer achtet auf einen ausbalancierten Sitz, das ist wichtiger, als die Haltung des Pferdes
  • die Tiere werden gut behandelt, es wird nicht dazu animiert mit der Gerte zu schlagen oder die Sporen zum Antreiben zu verwenden