Schule-Farben-Stifte

Schulprojekte

Workshop "Hundespielzeug selber machen"

Wie kann ich Spielzeug für meinen Hund selber machen? Das brachte Lehrerin und angehende Tierschutzlehrerin Britta Kuhn 15 Schülerinnen und Schülern in einem Workshop am Berufsbildungszentrum bei. Die Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren, die alle selbst einen oder mehrere Hunde in ihrer Familie haben, zerschnitten dafür zunächst Fließdecken in Streifen, die sie dann anschließend in Spülbeckenmatten knoteten. Wer seine Schnüffelmatte fertig hatte, flocht dann noch aus weiteren Fließstreifen einen Zerrknoten in der entsprechend passen Größe für seinen Hund.

Wenn du auch ein Spielzeug für deinen Hund basteln möchtest, bekommst du hier eine Anleitung.

Hunde-Körpersprache verstehen

Zusammen mit ihrem Mischlingsrüden Aaron besucht Yvonne von dem Projekt “TiNa macht Schule” regelmäßig Schulen, um Kindern den richtigen Umgang mit Hunden zu vermitteln. Im Vordergrund steht dabei die Körpersprache. Wie sieht ein ängstlicher Hund aus? Welche Signale sendet ein Hund, der spielen möchte? Anhand von Bildern lernen die Kinder erst in der Theorie, worauf sie achten müssen, um einen Hund richtig zu „lesen“. Bevor Aaron dann zu den Kindern in den Stuhlkreis kommt, erarbeiten die Schüler gemeinsam mit Yvonne Regeln und es werden Aufgaben verteilt.

Der „Wasserbeauftragte“ muss eine Schale Wasser bereitstellen oder der „Ruhebeauftragte“ auf die Lautstärke der Mitschüler achten. Nachdem alles vorbereitet ist, kommt Aaron dazu und die Schüler beobachten zunächst seine Körpersprache. Dann dürfen sie mit einem Leckerchen bewaffnet Aarons Können auf die Probe stellen und lernen dabei, wie wichtig auch bei ihnen eine klare Körpersprache ist. Stimmt das Handzeichen nicht, reagiert ein Hund auch nicht wie erwartet.

Yvonne begegnete Aaron vor etwa zwei Jahren im Tierheim. Der damals wenige Monate alte Rüde kam im Bauch seiner Mutter aus Russland nach Deutschland und konnte als einziger seiner Geschwister nicht vermittelt werden, weil er schwarzes Fell hat. Für Aaron und Yvonne war es Liebe auf den ersten Blick und seitdem begleitet er sein Frauchen bei ihrer Tierheim- und Schularbeit. Yvonne ist ausgebildete Tierschutzlehrerin.

Die Schüler können gar nicht verstehen, warum Tiere wegen ihrer Fellfarbe weniger Chancen auf Vermittlung haben. Wie wir Menschen sehen nun mal auch Hunde unterschiedlich aus. Die Kinder haben sofort verstanden: Hunde sind Individuen und jeder so einzigartig wie wir Menschen auch.

Tiere im Tierheim

“Tiere im Tierheim” war das Motto der Projektwoche der Eichendorffschule in Wolfsburg. Um Tierschutz hautnah zu erleben, planten die Zehntklässler einen gemeinsamen Tierheimbesuch. Die Schüler backten Katzen- und Hundeleckerlis als Mitbringsel für die Tierheimtiere und erstellten einen Fragenkatalog für die Führung. Von der waren die Schüler so beeindruckt, dass einige zukünftig ehrenamtlich im Tierheim helfen möchten.

Einige der Schüler machen sich bereits für den Tierschutz stark, indem sie sich vegetarisch ernähren. Um weitere Tierschutzaspekte aufzugreifen wurde deshalb im zweiten Teil der Projektwoche bei einer Umfrage in der Fußgänger-Zone neben Heimtier-Fragen auch ein Stimmungsbild zu veganer und vegetarischer Ernährung erstellt. Alle Ergebnisse und Eindrücke konnten die Schülerinnen und Schüler am Ende der Woche an einer Themenwand präsentieren.

Du möchtest auch eine Projektwoche in der Schule zum Thema Tierschutz machen oder deine Mitschüler für dein Lieblings-Tierschutzthema begeistern? Dann melde dich bei uns! Wir unterstützen gerne mit den passenden Materialien und Know-how.

Wie halte ich ein Haustier richtig

Viele Kinder wünschen sich ein Haustier. An der nötigen Liebe mangelt es den meisten Kindern dabei nicht. Doch wie Tiere richtig gehalten werden, was sie fressen oder wie ihr Verhalten zu deuten ist, wissen sie oft nicht. Tierschutzlehrerin Dr. Marion Balscheit hat die Klasse 6b der Ostseeschule in Wendorf besucht, um mit den Schülern über Haustiere zu sprechen. Kinder sind sehr tierlieb und möchten bei der Haltung von Hund, Katze, Meerschwein und Co. alles richtig machen. Daher er ist es so wichtig, dass Tierschutzthemen mehr im Unterricht stattfinden. So lernen Kinder früh, dass ein Tier viel Verantwortung mit sich bringt. Wenn innerhalb der Familie über die Anschaffung eines Haustiers nachgedacht wird, kann dieses Wissen mit einfließen. Um überhaupt erstmal mit Tieren in Berührung zu kommen und ihre Bedürfnisse kennen zu lernen, schlug die Tierschutzlehrerin den Sechstklässlern vor, ein Tierheim zu besuchen und dort eine Tierpatenschaft zu übernehmen, Tierunterkünfte zu bauen und vieles mehr.

Schüler helfen Robben

Stolz halten die engagierten Tierschützer die vollen Spendendosen in ihren Händen.

Den Robben in der Arktis zu helfen, das  war das Ziel einer Gruppe von zehn Schülerinnen und Schülern der Klasse 5c des Otto-Hahn-Gymnasiums in Dinslaken. „Wir haben uns in der Freiarbeit mit einem Ordner über Tiere befasst. Dort sind wir dann auf das Thema Robben-Sterben gestoßen und wollten etwas tun“, sagt Marlie, die dann schnell viele andere Mitstreiterinnen und Mitstreiter für das Projekt begeistern konnte.

Gemeinsam mit uns organisierten sie eine Spendenaktion in Zusammenarbeit mit dem Tierschutzbund. Es wurden Muffins und Kuchen gebacken und sogar eine Tombola organisiert. So kamen am Ende 230 Euro zusammen. „Wir sind selbst überrascht von dem großen Erfolg!“, freut sich Sizar. Und wir sagen: Danke für die Spende und diese tolle Aktion!

„Die erfolgreiche Aktion zeigt, dass unsere Schülerschaft sich gerne an sozialen Projekten beteiligt und dass Schule mehr sein kann als ein Ort bloßer Wissensvermittlung“, fügt Herr Steinzen hinzu, der Freiarbeitslehrer der 5c.

Auch in Zukunft wollen die Schülerinnen und Schüler einen Beitrag dazu leisten, das Robbensterben in der Arktis zu verhindern. Weitere Aktionen sind bereits in Planung.

Tierpatenklasse

Seit Anfang des Schuljahres ist die Klasse 5a der Gesamtschule Waldbröl Tierpatenklasse.  Die Idee dazu hatten Schüler der letzten Jahrgangsstufe 13. Denn warum soll es neben den anderen Profilklassen nicht auch eine Tierpatenklasse geben? Von der 5. bis zur 10. Jahrgangsstufe beschäftigen sich die Schüler nun mit verschiedenen tierschutzrelevanten Themen und sind außerdem Pate unseres Tier-, Natur- und Jugendzentrums Weidefeld. Unser Zentrum hat es sich zur Aufgabe gemacht, verletzten, verwaisten, verwahrlosten und misshandelten Tieren ein neues Zuhause zu bieten. Ein Besuch des Tierschutzzentrums ist im Rahmen der Klassenfahrt in Stufe 7 geplant. Mit verschiedenen Aktionen wollen die Schüler Spenden für unser Zentrum sammeln. Wir unterstützen die Tierpatenklasse während ihres gesamten Projektes.

Passend zu ihrem Alter und der Jahrgangsstufe setzen sich die Jugendlichen mit den verschiedenen Tierschutzthemen auseinander. Jetzt in der 5. Klasse starten die Schüler mit dem Thema Heimtiere und den Fragen: Wie halte ich Hund und Katze artgerecht und was braucht mein Haustier? In diesem Zusammenhang stellen sie zum Beispiel auch Heimtierspielzeug her.

Auch für die folgenden Jahre wurden bereits verschiedene Unterrichtsbausteine und Themenschwerpunkte entwickelt. So beschäftigen sich die Schüler nach den Heimtieren auch mit Tieren in der Landwirtschaft, Tieren in Tierversuchen und Wildtieren – und lernen, was sie tun können, um Tiere besser zu schützen. Wir freuen uns, die Klasse über so einen langen Zeitraum begleiten zu dürfen und halten euch hier auf dem Laufenden.

Mehr Infos zur Tierpatenklasse bekommt ihr hier.

Tierversuche: "Weil der Mensch keine Maus ist"

Unter dem Projekttitel „Tierversuche gefährden unsere Gesundheit – weil der Mensch keine Maus ist“ beschäftigten sich die Neuntklässler des Gymnasiums in Neukloster drei Tage lang mit Tierversuchen und Alternativmethoden. Aus insgesamt 14 Projekten konnten sich die Schüler ein Projekt aussuchen. Begleitet wurde das Projekt durch die Medizinerin und Tierschutzlehrerin Dr. Marion Balscheit.

Ein Animationsfilm gab den Schülern erstmal einen Einblick in das Thema Tierversuche. Es gibt viele verschiedene Tierversuche, aber für fast alle Tiere im Labor gilt dasselbe: Sie leiden unter der Haltung, unter Stress und unter Angst, wenn sie für oftmals schmerzhafte Versuche aus dem Käfig genommen und festgehalten werden. Die Ergebnisse aus Tierversuchen sind häufig nicht übertragbar, da es zwischen Tier und Mensch grundsätzliche Unterschiede gibt.

„Wie verschieden Tiere und Menschen sind, sieht man schon allein am Körperbau, an den Verhaltensweisen und den Sinnesorganen“, erläuterte die Tierschutzlehrerin. Um menschliche Krankheiten zu simulieren, werden Tiere künstlich krank gemacht. Menschliche Krankheiten sind jedoch komplex und bei ihrer Entstehung spielen viele Faktoren eine Rolle, die im Labor größtenteils nicht berücksichtigt werden können.

Auch der 15-jährige Alexander findet Tierversuche unnütz, „weil die Chance, dass die Erkenntnisse aus dem Tierversuch genauso beim Menschen gelten, ziemlich gering ist.“  Dabei gibt es moderne und vor allem tierleidfreie Alternativen wie z. B. die Forschung an Zellen oder mit Hilfe von Computern.

Schüler erleben Tierschutz hautnah

Wie Tierschutzlehrer Schülern Themen ganz praktisch vermitteln können, zeigt eine neue Tierschutz-AG des Tierschutzvereins Schmölln. Schüler der fünften Klasse der Schmöllner Regelschule „Am Eichberg“ treffen sich regelmäßig im Tierheim des Vereins, um über alle möglichen Tierschutzthemen zu sprechen und die Tierheimarbeit kennen zu lernen. Sie helfen beim Versorgen der Tierheimtiere, gehen mit den Hunden Gassi und basteln Spielzeug für die Tiere.