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Tierschutz im Urlaub

Endlich Urlaub

Nach einem langen Pandemie-Jahr mit Homeschooling, Kontaktreduzierungen und vielen Einschränkungen sehnen sich viele Menschen nach Urlaub, Entspannung und einem gewissen Maß an Normalität. Wir geben Tipps zum Tierschutz auf der Reise.

Die Region entdecken

Wenn du Urlaub in deiner Region planst, kannst du bestimmt viel vor der Haustür entdecken: Besuche am See, abgelegene Pfade erwandern oder zelten mit Freunden? Damit Mensch und Tier sowie Umwelt dabei ohne Schaden einen echten Mehrwert haben, beachtet bitte folgendes:

  • Im Frühling und Sommer findet die Brut und Jungenaufzucht  unserer Wildtiere statt. Bleibt auf dem Wegen, besonders in Natur- und Landschaftsschutzgebieten, um sie nicht zu stören. Wildes campen in Deutschland ist verboten. Fragt lieber Freunde mit Garten oder nutzt einen richtigen Platz.
  • Nimm deinen Müll wieder mit – eigentlich sollte das ganz selbstverständlich sein, ist es leider nicht. Tiere die mit dem Kopf in Dosen oder Tüten stecken bleiben, komme dort ohne Hilfe nicht mehr raus. Du kannst an lokalen Aufräumaktionen teilnehmen oder mit Freunden einfach loslegen. Und check das Thema Plastik.
  • Flüsse sind besonders sensible Lebensräume, recherchiere, wo du in deiner Umgebung offizielle Badestellen findest, damit die seichten Uferbereiche nicht überall zertreten werden.
  • Lagerfeuer ist cool, hier gilt: Nutze vorhandene Grillhütten, die teils auch schön am Wald liegen, achte auf den Waldbrandstatus.
  • Überlege dir, ob du zeitweise auf ein Tier aufpassen kannst, wenn andere in den Urlaub fahren: Hunde ausführen, Katzen versorgen oder sich um Kleintiere kümmern.
  • Tierheime sind aufgrund der Corona-Pandemie immer noch für Besucher und Praktikanten geschlossen, auch Spendenveranstaltungen mussten über 15 Monate ausfallen – überlege ob du mit Freunden eine kleine Spendenaktion organisierst.

Straßentiere im Ausland

Nicht nur in Hotelanlagen, auch in den Innenstädten oder an den Stränden in  Süd- und Osteuropa sieht man oft Scharen herrenloser Katzen und Hunde, die darauf warten, ein paar Essensreste zu ergattern. Diese Tiere haben kein Zuhause mehr und suchen Unterschlupf in leeren Häusern oder Parkanlagen, ernähren sich von Abfällen, Mäusen auf Feldern und betteln Menschen an.

Leider werden die Straßentiere nur sehr selten akzeptiert. In den meisten Gemeinden gibt es Tierfänger, die die Straßentiere einfangen. Anschließend werden sie in Tierheime gebracht. Dort werden sie unter sehr schlechten Bedingungen gehalten und häufig nach Ablauf einiger weniger Tage getötet. Manchmal werden die Tiere auch direkt auf der Straße vergiftet.

Dabei zeigt die Erfahrung: Die übrig gebliebenen Tiere vermehren sich stark und der Teufelskreis beginnt von vorne. Daher kann nur die Kastration und das Freilassen der Tiere in ihrem ursprünglichen Gebiet das Problem dauerhaft lösen. Zudem müssen die Tiere von örtlichen Tierschutzvereinen an Futterstellen betreut werden. Solltet ihr herrenlose Hunde und Katzen im Urlaub entdecken, setzt euch daher bitte mit dem nächstgelegenen Tierschutzverein vor Ort in Verbindung.

Wir zeigen mit Tierschutzprojekten wie in Odessa, wie es geht und leisten Hilfe zur Selbsthilfe.

Tipps auf Reisen

Als Urlauber kannst du – meist unfreiwillig – mit Tierschutzproblemen in Kontakt kommen. Wir geben Tipps, worauf du im Urlaub achten solltest: