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Tierschutz in der Ukraine

Aktuelles

Es ist derzeit nicht einfach gesicherte Informationen über die Kriegsregion von unabhängiger Stelle zu erhalten, auch die weitere Entwicklung ist nicht abzuschätzen.

Stand 11.4.2022

  • Aktuelle Updates  mit Schwerpunkten unserer Hilfe
  • Hilfe für polnische Tierheime, damit diese weiterhin Tiere aus der Ukraine aufnehmen können: Quarantäneboxen für das Tierheim Orzechnowacach sowie Koordinierung der Übernahme polnischer Tiere durch die uns angeschlossenen Vereine. Zur Pressemeldung
  • Transport der Tiere aus Odessa nach einer Quarantänezeit nach Deutschland
  • mehrsprachige Informationen für Ukrainier*innen mit Haustieren
  • Der Internationale Tierschutz-Fonds (IFAW) übernimmt die Arbeit im Basislager. Das Grenzcamp bietet seit Anfang März eine erste Anlaufstelle für Geflüchtete mit Tieren. Bis zum 28.03.2022  konnten weit über 2.000 Tiere versorgt werden.
  • Kontinuierlich geht die Arbeit in Grenznähe weiter: Unser Basiscamp versorgt Geflüchtete mit ihren Tieren: Hunde, Katzen, Meerschweinchen, Ratten oder sogar ein Wellensittich werden versorgt. Größter Bedarf neben Futter und Wärme (!) sind Transportkörbe und Maulkörbe für die Weiterreise z.B. in den Bussen
  • Kragenbärin Malvina aus der Ukraine / der Nähe von Kiew gerettet (16.3.)
  • Evakuierung aller Tiere aus dem Tierschutzzentrum Odessa (16.3.)
  • Die Tierretter sind im Einsatz, um Tiere aus der Ukraine in Sicherheit zu bringen, zu versorgen und in polnischen und rumänischen Tierheimen unterzubringen.
  • Wir helfen mit einem Basislager an der polnisch-ukrainischen Grenze den Flüchtlingen mit ihren Haustieren
  • Im Tierschutzzentrum Odessa wurden direkt nach Kriegsausbruch viele Tiere von Tierpflegern mitgenommen und zu Hause betreut. Die Tiere sind inzwischen evakuiert, Mitarbeiter sind auf eigenen Wunsch und aufgrund des Ausreiseverbotes für Männer weiterhin vor Ort.

Odessa Tiere in Deutschland

Die Hunde und Katzen aus unserem Tierschutzzentrum in Odessa sind Ende April in Deutschland angekommen, nachdem sie bei der Tierhilfe Hoffnung in Rumänien die vorgeschriebene Tollwut-Quarantäne erfolgreich bestanden haben.

Inzwischen sind 42 Hunde und 7 Katzen in Bayern und Schleswig-Holstein angekommen. Nach den Strapazen der letzten Wochen können sie nun in diversen Tierheimen, dem Tierschutzzentrum Weidefeld sowie dem Sonnenhof in Ruhe ankommen und sich akklimatisieren. Dann werden sie in ein passendes Zuhause vermittelt.

Bärin Malvina gerettet

© Deutscher Tierschutzbund e.V. / Kristina Steiner

Kragenbärin Malvina ist am 17. März sicher in unserem Tierschutzzentrum Weidefeld angekommen. Als der Krieg ausbrach, wurden mehrere Bären aus einer Auffangstation in der Nähe von Kiew evakuiert und übergangsweise in einem Bärenschutzzentrum in der Westukraine untergebracht, ihr dauerhaftes Zuhause findet sie nun in unserem Bärengehege im Norden. Der Hilfseinsatz und die Aufnahme der Bärin sind dank der Spenden möglich. Details zur Rettungsaktion findest du hier.

© Deutscher Tierschutzbund e.V. / Kristina Steiner

Tierevakuierung aus Odessa

Die alten, kranken oder verletzten Tiere, die in unserem Tierschutzzentrum in Odessa leben, wurden erfolgreich aus der Ukraine nach Rumänien mit einem Autotransporter evakuiert. Alle 44 Hunde und 15 Katzen sind wohlbehalten in Rumänien, bei unserem Mitgliedsverein „Tierhilfe Hoffnung“ angekommen. Hier können sich die Hunde und Katzen zunächst erholen von den Strapazen der langen Reise, sie werden später nach Deutschland gebracht. Wir sind sehr dankbar für den Mut und die Entschlossenheit des gesamten Teams, das ist nicht selbstverständlich!

Die Arbeit unseres Tierschutzzentrums in Odessa geht weiter, wenn auch in anderer Form. Natürlich können wir derzeit keine großen Kastrationsaktionen starten. Aber es entstehen täglich neue Herausforderungen im Tierschutz: Zunehmend flüchten Menschen aus der Stadt Odessa, nicht alle können ihre Haustiere mitnehmen. Bitte unterstützt mit einer Spende die Mitarbeiter vor Ort, sie kümmern sich um die Straßentiere und die neu ausgesetzten Tiere – denn es ist noch ziemlich kalt in der Ukraine und die Tiere sind nicht gewohnt sich selbständig Futter zu suchen. Wir hoffen, dass wir die Arbeit in unserem Tierschutzzentrum bald wieder regulär fortsetzen können.

Wir sind unseren Mitarbeitern für Ihr Engagement sehr dankbar, es bleibt jedoch die Sorge um sie, die ihre ukrainische Heimat nicht verlassen möchten oder dürfen.

Auf der Flucht mit Haustier

Es gibt inzwischen verschiedene Hilfsprojekte, die in Deutschland geflüchteten Menschen mit Haustieren eine Unterkunft bieten:

Unter „Honest Dog“ finden sich Unterkunftsangebote von ehrenamtlichen Gastgebern für Geflüchtete mit Haustieren. Die Seite ist mehrsprachig.

Vom Bundesinnenministerium eine mehrsprachige Website mit Basisinformationen für Geflüchtete: „Germany4ukraine.de“.

Mehrsprachige Seite „Warmes Bett“: Anbieten und suchen von Unterkünften/ Übernachtungsmöglichkeiten.

Auch die Seite „Unterkunft #Ukraine“ ist mehrsprachig und vermittelt Gastgeber mit Geflüchteten.

© Bundesverband GDT e.V.

Politische Arbeit

Hilfe an der Grenze ©Deutscher Tierschutzbund e.V.

Der Krieg in der Ukraine sorgt für eine humanitäre Katastrophe, wie sie Europa seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr erlebt hat. Zugleich rollt eine nicht-humanitäre Katastrophe auf uns zu, die die deutschen Tierheime überfordern wird, wenn der Staat nicht handelt: Immer mehr Flüchtlinge kommen mit ihren Tieren nach Deutschland, die Flüchtlingsunterkünfte verbieten aber Tierhaltung.

Tierschutzpolitische Arbeit im Ukrainekrieg ist nicht die große Politik und diplomatische Verhandlungen zum Kriegsende, sondern die Gestaltung der Fluchtlage für eine sofortige Hilfe. Wir fordern verbesserte Rahmenbedingungen für die Flucht mit Tieren, Erleichterung bei der Tollwut-Quarantäne, keine Trennung von Mensch & Tier in den Notunterkünften und dass Helfer*innen wie Tierheime und Tierarztpraxen nicht auf den Kosten sitzen bleiben!

Details zu unseren Forderungen als PDF sowie Hilfestellungen für Personen, die mit Haustieren die ukrainische Grenze in die EU überschreiten wollen, finden sich auf der Hautseite des Deutschen Tierschutzbundes.

© Bundesverband GDT e.V.

Das Tierschutzzentrum

Eine Mitarbeiterin versorgt die Katzen im Tierschutzzentrum Odessa ©Deutscher Tierschutzbund e.V.

Seit vielen Jahren engagieren wir uns in der Ukraine und haben in Odessa ein großes Tierschutzzentrum aufgebaut. Wir haben es geschafft die Tötungsstation abzuschaffen, wir haben die große Straßenhund-Population von etwa 80.000 Hunden auf wenige Tausend reduziert durch konsequentes Management. Wir setzen dabei auf die Strategie Fangen-Kastrieren-Freilassen, schwer verletzte Tiere verbleiben im Tierschutzzentrum. Inzwischen sind vor allem die zahlreichen Katzen in den Fokus gerückt und wir haben zum einen hier unser Engagement verstärkt als auch im Umland das erfolgreiche Tierschutzprojekt beworben.

Weitere Informationen zu unserem Projekt findest du beim Deutschen Tierschutzbund.

Hundehaus in Odessa (c) Muench