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Insekten und Spinnen

Fleißige Helfer

Ob krabbelnd, kriechend oder fliegend – Insekten und Spinnen leben in großer Artenvielfalt in unseren Gärten und Häusern. Nehmt euch die Zeit und beobachtet die faszinierenden Tiere. Denn obwohl sie oft als lästig empfunden werden, erfüllen sie viele wichtige Aufgaben und sind fleißige Helfer: Sie bestäuben viele Obst- und Gemüsesorten, transportieren Samen, sind  wichtige Nahrung für andere Tiere, wie zum Beispiel Vögel oder Fische im Gartenteich, und befreien uns als „biologische Müllabfuhr“ von Abfällen wie Misthaufen.

Schmetterlinge

Mit ihrem langen eingerollten Rüssel saugen Schmetterlinge den süßen Blütennektar. Dabei bleibt Blütenstaub an ihnen hängen, welchen sie zur nächsten Blüte tragen. Mit der Länge des Rüssels sind sie meist auf bestimmte Blütenarten spezialisiert. Mit blühenden Küchenkräutern, wie Majoran oder Thymian, könnt ihr die Tiere in euren Garten oder auf euren Balkon locken. Sie ruhen sich auch gerne auf Kletterpflanzen mit Blüten und duftenden Topfblumen aus.

Tagpfauenauge © R. Herrmann

Manche Schmetterlingsarten suchen sich im Herbst geschützte Stellen und Verstecke. Allerdings überwintern so nur sechs der etwa 180 Tagfalterarten in Deutschland. Die restlichen Arten fliegen in den Süden oder überwintern als Raupe, Puppe oder Ei. Zwei der bekanntesten Schmetterlinge sind der Kleine Fuchs und das Tagpfauenauge. Sie verstecken sich teilweise in unseren Kellern und Garagen, wenn es dort kühl genug ist. Falls ihr überwinternde Falter findet, lasst sie einfach an Ort und Stelle und sorgt dafür, dass sie an den ersten warmen Tagen im Frühjahr ein geöffnetes Fenster finden, um herauszufliegen.

Bienen, Wespen und Hornissen

Findet ihr in der kalten Jahreszeit einzelne Wespen oder Hornissen auf Dachböden, handelt es sich dabei wahrscheinlich um junge Königinnen, die hier überwintern möchten. Ihr solltet die Tiere möglichst an Ort und Stelle lassen, denn sie sind diejenigen, die im nächsten Frühjahr ein neues Volk gründen. Wespen und Hornissen stehen unter Naturschutz und dürfen nicht getötet werden. Sie sind außerdem als „Umweltpolizei“ wichtig, da sie zum Beispiel Blattläuse und andere Insekten fressen.

Wildbienen und Solitärwespen freuen sich über Nisthilfen aus Schilfrohr oder Bambus. Die Röhren sollten 5 bis 10 cm lang sein und gebündelt aufgehängt werden. Ideal sind sonnige, warme Plätze, die vor Regen und Wind geschützt sind. Arten, die in der Erde nisten, wie Hummeln helft ihr am besten, indem ihr das Nest vor dem Betreten schützt. Ihr könnt auch euren Garten oder Balkon verschönern und so das Nahrungsangebot der Hautflügler vergrößern, indem ihr spezielle Wildblumen-Mischungen sät.

mehr weniger

Ihr könnt auch gemeinsam mit einer Jugendgruppe ein Insektenhotel bauen und damit vielen Tieren einen sicheren Lebensraum  bieten und die heimische Artenvielfalt unterstützen.

© Tierschutzjugend Reutlingen

Andere Insekten

Florfliegen findet man häufig unter dem Dach. Ihre Flügel sind im Sommer grün gefärbt, im Winter sorgt der Farbstoff Karotin für eine eher rötliche Färbung. Marienkäfer sammeln sich gerne in großen Scharen beispielsweise in Spalten der Fensterrahmen zum gemeinsamen Überwintern. Weil sie sich nicht bewegen, werden sie schnell für tot gehalten. Beide Arten sollte man in kühlen Räumen ruhen lassen. Mit dem richtigen Pflanzenpartner könnt ihr Insekten fernhalten, ohne Gift oder Fliegenklatschen einzusetzen. Duftende Pflanzen  wie Lavendel vertreiben Ameisen. Mücken meiden Tomaten und duftende Kräuter wie Basilikum.

Spinnen

Gerade in der kalten Jahreszeit findet man bei uns zahlreiche Spinnen in Ecken, Kellern, dunklen Räumen oder Dachböden, wo sie den Winter verbringen. Spinnen sind als Fliegen- und Mückenfänger sehr nützliche Tiere, daher solltet ihr sie ebenfalls am besten dort lassen, wo ihr sie findet. Wenn ihr die Spinnen nicht in eurem Zimmer haben wollt, könnt ihr die Tiere vorsichtig einfangen, zum Beispiel mit einem Glas, in den Keller oder den Schuppen im Garten tragen und dort freilassen. Besonders wenn Ihr im Herbst die Heizung in Eurem Zimmer aufdreht ist es für manche Spinnen sogar besser, wenn ihr sie in den kühleren Keller oder Schuppen bringt.