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Amphibien

Frösche, Kröten und Co

Verwandlungskünstler

Amphibien mögen es gerne nass und feucht. Die meisten Amphibien legen Eier in Gewässern ab. Hier schlüpfen die vielen Larven und durchlaufen eine beeindruckende körperliche Verwandlung. Das bekannteste Beispiel hierfür ist die Verwandlung von der Kaulquappe zum Frosch. Auch Salamander und Molche gehören zu den Amphibien.

In Gefahr

Springfrosch

In Deutschland leben 21 Amphibienarten. Ihr Lebensraum wird durch das Trockenlegen von Feuchtgebieten und Zuschütten von Gewässern aber auch den Einsatz von Düngern oder Pestiziden zerstört. Auch der Straßenverkehr und Gitteröffnungen in Gulli- oder Fensterschächten können zu tödlichen Fallen für die Tiere werden, wenn sie im Frühjahr ihre Winterverstecke verlassen und zu ihren Laichgewässern wandern.

Leider fallen Jahr für Jahr tausende von Amphibien dem Straßenverkehr zum Opfer, denn nicht überall stehen Krötenzäune, wo sie gebraucht werden und Amphibien wandern. Auch die Krötenwanderungs-Verkehrszeichen bringen oft leider wenig. Wenn die Tiere nicht direkt überfahren werden, kann selbst bei Tempo 50 der kurzzeitige Luftdruckunterschied unter dem Auto die Gefäße der Kröten zum Platzen bringen. Deshalb gilt, bis zum Ende der Krötenwanderungszeit besonders langsam und vorsichtig zu fahren.

Durch den Handel mit Tieren ist ein gefährlicher Hautpilz aus Südostasien nach Europa gelangt. Besonders bedroht sind dadurch Salamander und Molche. Um die Tiere vor der tödlichen Infektion zu schützen, sollte der Import der Tiere verboten werden.

Tierisch aktiv für Kröten

Die diesjährige Aktion zur Rettung von Kröten war für die Jugendgruppe Tierisch Aktiv Chiemgau aus Siegsdorf in Bayern ein voller Erfolg. Bereits Ende März bauten sie einen Krötenschutzzaun für die Rückwanderung auf. „Auch unsere Kleinsten haben fleißig mit angepackt, Nägel in den Boden gehämmert, die Folie gespannt und Eimer in die Erde gegraben, in die die ‚umgeleiteten‘ Kröten fallen sollen“, so Jörg Barth, Jugendleiter der Gruppe.

Dann mussten jeden Morgen und jeden Abend Sammler auf Kröten-Patrouille gehen und die Amphibien aus den Eimern zum Laichgewässer bringen – und die anderen Tiere, die aus Versehen in die Eimer gefallen waren, befreien. Ein paar Wochen später folgte das gleiche Spiel in umgekehrter Richtung. Nun wurden die Kröten auf ihrer Heimreise in den Wald von dem Krötenzaun gestoppt.

Bis Ende April konnten so dieses Jahr 451 Erdkröten und ein Teichmolch sicher die Straße überqueren.

Helfen

  • Ihr könnt der Jugendgruppe eurer Stadt dabei helfen, Krötenzäune zu errichten und die Zäune und Auffangeimer zu kontrollieren.
  • Wenn ihr einen Garten habt, könnt ihr dort den Tieren durch Komposthaufen, Steinhügel und Altholzhaufen Schutz- und Winterquartiere bieten. Ein kleiner Tümpel im Garten bietet Lurchen Laichmöglichkeiten.
  • Dichtet Keller und Kellerschächte mit einem Schutzgitter, einem Brett oder einer Folie bzw. kontrolliert regelmäßig, ob sich dort Tiere verirrt haben. Setzt sie zunächst in einen Eimer. Achtet darauf, dass der Eimer etwas feucht ist und nicht in der prallen Sonne steht. Lasst die Tiere dann in der Umgebung an einer geschützten Stelle wieder frei.