In Deutschland leben mehrere Millionen Katzen auf der Straße. Viele von ihnen sind krank, verletzt oder nicht ausreichend versorgt.
Unser neuer großer Katzenschutzreport zeigt, wie ernst die Lage ist. Straßenkatzen leben häufig versteckt auf Bauernhöfen, Industriegeländen, in Schrebergärten oder auf verlassenen Grundstücken. Sie stammen von Hauskatzen ab und sind auf die Nähe und Hilfe von Menschen angewiesen. Trotzdem müssen viele von ihnen mit Hunger, Krankheiten und Verletzungen leben.
Unser neuer Katzenschutzreport zeigt, wie groß das Tierleid in Deutschland ist. Beispielsweise sind 99 Prozent der aufgefundenen Straßenkatzen und Straßenkitten krank. Häufig leiden sie unter Parasiten, Unterernährung oder Katzenschnupfen. Besonders gefährlich ist das Leben auf der Straße für junge Katzen. Bis zu 75 Prozent der Straßenkitten sterben innerhalb ihrer ersten sechs Lebensmonate. Auch die Tierheime und Tierschutzvereine kommen immer häufiger an ihre Grenzen. 96 Prozent der befragten Tierschutzvereine berichten, dass sie nicht genug Platz für die vielen Katzen haben. 72 Prozent mussten mehr oder deutlich mehr Kitten aufnehmen als im Jahr zuvor. Vielen Vereinen fehlt außerdem das Personal, um alle Tiere ausreichend zu versorgen.
Warum Kastration so wichtig ist
Damit sich die Zahl der Straßenkatzen nicht weiter erhöht, ist die Kastration von Katzen mit Freigang besonders wichtig. In Deutschland gibt es rund 1,59 Millionen unkastrierte Hauskatzen. Unkastrierte Hauskatzen können sich draußen mit anderen Katzen vermehren. So werden immer wieder neue Katzen geboren, die später möglicherweise selbst auf der Straße leben.
Als Deutscher Tierschutzbund fordern wir deshalb eine bundesweite Kastrationspflicht für Katzen mit unkontrolliertem Freilauf Freigang. Auch viele Katzenhalterinnen und Katzenhalter unterstützen eine solche Regelung. Vier von fünf Befragten sprechen sich dafür aus. Auch 92 Prozent der befragten Tierärztinnen und Tierärzte gehen davon aus, dass eine solche Regelung langfristig dazu beitragen kann, die Zahl der Straßenkatzen zu verringern.
Was du tun kannst
Auch du kannst dazu beitragen, dass mehr Menschen auf die Situation von Straßenkatzen aufmerksam werden. Sprich mit deiner Familie oder deinen Freundinnen und Freunden darüber. Wenn bei euch eine Katze mit Freilauf Freigang lebt, könnt ihr euch gemeinsam darüber informieren, warum Kastration, Kennzeichnung und Registrierung so wichtig sind. Du kannst das Thema auch in der Schule aufgreifen oder anderen davon erzählen. Mehr Informationen und Aktionen findest Du auf unserer Kampagnenseite "Jedes Katzenleben zählt".
Hier kannst du den ganzen Report lesen: Der große Katzenschutzreport
Mehr Infos: Jedes Katzenleben zählt
