Igel in Not – helft mit

Kleiner Igel auf einer Decke

Immer mehr junge Igel finden vor dem Winter nicht genug zu fressen. Wenn ein Igel tagsüber unterwegs ist, braucht er wahrscheinlich Hilfe – denn eigentlich sind Igel nachtaktiv.

Warum haben Igel es so schwer?

Früher fanden Igel genug Insekten und Verstecke. Doch heute sieht das anders aus:

  • Es gibt immer weniger Wiesen mit Blumen, weil viele Felder intensiv genutzt werden.
  • Durch Pestizide sterben Insekten – und damit verschwindet das Futter der Igel.
  • Viele Gärten sind zu ordentlich: Kein Laub, kein Reisig, keine Hecken – also keine guten Verstecke.
  • Mähroboter und Autos sind für die Tiere gefährlich.

Auch der Klimawandel spielt eine Rolle. Weil sich die Jahreszeiten verändern, kommen manche Jungigel zu spät im Jahr zur Welt. Sie haben dann nicht genug Zeit, um Fettreserven für den Winterschlaf anzulegen.

Die Weltnaturschutzunion (IUCN) hat den Igel Ende 2024 sogar auf die Rote Liste gesetzt – er gilt jetzt als „potenziell gefährdet“.

Viele Tierstationen sind überlastet

Immer mehr Menschen finden geschwächte Igel und bringen sie in Wildtierstationen. Dort kümmern sich Freiwillige liebevoll um sie – doch viele Stationen sind am Limit. Es gibt kaum Unterstützung vom Staat, obwohl die Helferinnen und Helfer dringend mehr Hilfe bräuchten.

Wann braucht ein Igel wirklich Hilfe?

Nicht jeder Igel, den du siehst, muss gerettet werden. Hilfe ist wichtig, wenn der Igel:

  • tagsüber herumläuft,
  • sehr mager oder klein ist (unter 500 Gramm),
  • hustet oder Parasiten hat (z. B. Fliegenmaden).

Dann kannst du ihn vorsichtig in eine Kiste setzen und zum Tierarzt oder in eine Wildtierstation bringen. Wenn er gesund aussieht, aber zu dünn ist, kannst du ihm Katzenfutter (nass) und Wasser anbieten – das hilft beim Zunehmen.

 

So kannst du Igeln helfen!

Auch du kannst etwas tun, damit Igel gut durch den Winter kommen:

  • Lass Laub liegen. Wenn du einen Garten hast, bitte deine Eltern oder Nachbarn, das Laub nicht wegzuharken. Igel bauen daraus ihre Nester für den Winterschlaf.
  • Verzichte auf Gift und Sprays. Sag den Erwachsenen, dass sie keine chemischen Mittel gegen Insekten benutzen sollen – Igel brauchen diese Insekten als Futter!
  • Mach kleine Durchgänge in Zäune. Vielleicht könnt ihr im Garten oder auf dem Schulgelände kleine Lücken lassen, damit Igel von einem Grundstück zum anderen laufen können.
  • Lass Mähroboter nachts aus. Wenn deine Familie einen hat, erinnert sie daran, ihn nur tagsüber zu benutzen. Nachts sind Igel unterwegs und könnten verletzt werden.
  • Stell Futter und Wasser bereit. Wenn du einen kleinen oder schwachen Igel siehst, kannst du ihm Katzenfutter (nass) und Wasser anbieten – aber keine Milch, die macht Igel krank!
     

Und das Wichtigste: Erzähle anderen davon!
Erkläre deinen Freundinnen, Freunden oder deiner Familie, wie sie Igeln helfen können. Je mehr Menschen Bescheid wissen, desto besser geht es den stacheligen kleinen Tieren. 💚