Höchste Zeit: EU will Hunde und Katzen besser schützen

Eu-Flagge weht im Wind

In der EU tut sich gerade etwas Wichtiges: Es sollen werden neue Regeln kommen, damit Hunde und Katzen überall in der EU besser geschützt sind. Darauf haben sich Politikerinnen und Politiker aus dem Europaparlament und den EU-Staaten Ende November geeinigt.

Wir als Deutscher Tierschutzbund sehen in der geplanten Verordnung eine große Chance. Endöich wird es erstmals EU-weite einheitliche Vorgaben geben – das wird vielen Tieren direkt helfen. Gleichzeitig gibt es aber auch Probleme in der neuen Verordnung.

Mikrochips für mehr Sicherheit

Ein besonders wichtiger Punkt: Alle Hunde und Katzen in der EU sollen künftig mit einem Mikrochip gekennzeichnet und in die Daten einem Haustierregister eingetragen werden. Das klingt erstmal technisch, bedeutet aber für die Tiere etwas sehr Gutes.

Dadurch können:

  • Entlaufene Tiere viel schneller zurück nach Hause finden
  • Die Zahl ausgesetzter Tiere reduziert werden
  • Der illegale Tierhandel deutlich erschwert werden

Langfristig hilft das auch Tierheimen, weil mehr Tiere wieder einfacher in ihr ursprüngliches Zuhause zurückvermitteln werden können.

Was uns allerdings stört: Die EU plant gibt für die Umsetzung sehr lange Übergangsfristen vor. Für Hunde 10 Jahre, für Katzen 15 Jahre. Das ist einfach zu lang. Wir finden fordern: Deutschland sollte die Regelung so schnell wie möglich umsetzen damit die Tiere so schnell wie möglich von dieser Regelung profitieren.

Neue Regeln für die Zucht – aber nicht ohne Lücken

Außerdem sollen erstmals EU-weit Regeln gelten, die Tiere vor Qualzucht schützen. Und Hunde sowie Katzen sollen erst ab einem bestimmten Alter zur Zucht eingesetzt werden dürfen. Das sind Schritte in die richtige Richtung, über die wir uns wirklich freuen.

Aber: Viele Regeln sollen nur für große Zuchten gelten. Kleine, unseriöse Zuchten könnten so weiter unbemerkt weitermachen – und genau das macht uns Sorgen. Auch für illegale Händler bleiben Schlupflöcher.

Dazu kommt: Diensthunde und Katzen auf landwirtschaftlichen Betrieben sollen von den Vorgaben ausgenommen werden. Das finden wir sehr schade, denn aus unserer Sicht gilt ganz klar: Alle Hunde und Katzen haben ein Recht auf Schutz.