Die Bilder von Hundetötungen in der Ukraine in Zusammenhang mit den Vorbereitungen der Fußball-Europameisterschaft 2012 haben Tierfreunde schockiert. Die Tötung der Hunde zur vermeintlichen „Verschönerung des Stadtbildes" lehnt der Deutsche Tierschutzbund vehement ab.
Gemeinsam mit der Stadt haben wir außerdem eine Medienkampagne zur Aufklärung der Bevölkerung gestartet. Hierfür laufen im ukrainischen Fernsehen Spots, in denen wir auf die Bedeutung der Kastration von frei lebenden Hunden wie auch Hunden in Privathaushalten aufmerksam machen. Denn auch unkastrierte Hunde aus Privathaushalten tragen stark zur Vermehrung der Straßentiere bei. Außerdem werden in Kiew an zahlreichen Orten Plakate mit den Kontaktdaten der Anlaufstellen für interessierte Bürger aufgehängt.
Mehrmals sind Vertreter des Deutschen Tierschutzbundes in die ukrainische Hauptstadt Kiew gereist und haben Gespräche mit den Verantwortlichen vor Ort geführt. Im Februar 2012 haben wir und der stellvertretende Bürgermeister von Kiew, Oleksandr Mazurchak, einen Vertrag unterzeichnet, um die Straßenhunde-Population in der Stadt in Zukunft auf tierschutzgerechte Weise zu verkleinern. Als Modell soll das Straßentierprojekt des Deutschen Tierschutzbundes in Odessa dienen. In dem Tierschutzzentrum wird das Konzept „Fangen, Kastrieren und Freilassen" bereits seit Jahren erfolgreich angewendet.
Bei einem Besuch des ukrainischen Präsidenten in der Stadt Odessa hat das Team unseres Tierschutz- und Kastrationszentrums in der Stadt Odessa an einer Straßenkreuzung gegen die Tötung von frei lebenden Hunden an den Spielorten der EM demonstriert und die Bürger auf das Thema aufmerksam gemacht.