Die Tierschutzjugend NRW startete mit zahlreichen interessierten Jugendlichen in ein spannendes Wochenende über das Leben der Bären in freier Wildbahn und in Zoo und Zirkus. Nach einem einleitenden Film am ersten Abend freuten sich alle Beteiligten auf den Besuch des Anholter Bärenwaldes am Niederrhein. In einer großzügigen Anlage haben mehrere Braun- und Kragenbären ein neues Zuhause gefunden, die vorher jahrelang in Gefangenschaft verschiedener Zoos oder Zirkusse gelebt hatten. Im Anholter Bärenwald bewohnen sie nun eine 25.000 qm große Landschaft mit großen Bäumen zum Klettern, einem Teich zum Baden und vielen Möglichkeiten zur Beschäftigung.
An diesem heißen Tag lockten die Tierpfleger die Bären mit Eisbomben aus Früchten und Nüssen aus ihren schattigen Verstecken. So konnten die Bären hautnah erlebt und von den Pflegern vorgestellt werden. Nach vielen Informationen über die verschiedenen Bärenarten stand ein heimlicher Höhepunkt auf dem Programm: Die jungen Tierschützer bereiteten den Nachmittagssnack für die Bären vor. Anschließend konnte das individuelle Beuteverhalten der Bären beobachtet werden. Einer brachte eine Futterröhre in seine Höhle in Sicherheit, andere versuchten das Futter herauszuschütteln, ganz ungeduldige zerfetzten gleich die Pappröhren. Hier war für Spaß und Beschäftigung bei Bären wie Zuschauern gesorgt.
Am Sonntag drehte sich alles um das Leben der Eisbären. Ein Film brachte schöne Einblicke in die die Aufzucht von Jungtieren, Jagdgewohnheiten und Gefahren und Bedrohungen, denen die Könige der Arktis ausgesetzt sind. Anschließend überlegten die Jugendlichen, ob es Bären im Zoo oder Zirkus wirklich gut geht. Sie kamen zu dem Schluss, dass die Tiere sich zwar keine Sorgen um ausreichend Futter machen müssen, ein richtiges Bärenleben ist dort aber kaum möglich. Dabei riefen sich die Jugendlichen die eigenen Beobachtungen der spielenden oder badenden Bären im Anholter Bärenwald ins Gedächtnis.