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Tierschutzjugend
Unterricht für Hundevon der Hamburger Tierschutzjugend

Januar 2011



Ringo und Stuart bei einer Kuschelpause. © W. Müller. Mit Klick vergrößern.

Normalerweise sind Hundewelpen im Hamburger Tierheim Süderstraße bei Besuchern sehr gefragt. Warum? Sie sind klein, niedlich, neugierig, verspielt, jung und in der Regel gesund. Diese Eigenschaften führen dazu, dass sie meistens schnell vermittelt werden können. Leider trifft dies nicht auf alle Welpen zu. Seit der Verschärfung des Hamburger Hundegesetzes im Jahr 2006 ist die Vermittlung von Listenhunden in Hamburg fast unmöglich geworden. Nach diesem Hundegesetz werden Hunde wie Pittbull Terrier oder Bullterier als "gefährlich" eingestuft - obwohl es keine Beweise dafür gibt, dass bestimmte Rassen von vorneherein gefährlich sind. 
 
Diese Erfahrung machen zurzeit auch Ringo und Stuart. Sie wurden im vergangenen Jahr zusammen mit fünf weiteren Geschwistern von einer beschlagnahmten, trächtigen Pitbull-Hündin am 6. März im Tierheim geboren. Zu dieser Zeit begannen die Tierpfleger und die Gassigänger des Tierheimes, die Listenhund-Welpen noch intensiver zu fördern, um sie auf ihr späteres Leben „draußen" vorzubereiten.
 


Die jungen Welpen wurden an viele Menschen gewöhnt. © S. Kähler-Schnoor. Mit Klick vergrößern.

In diesem Zusammenhang baten die Gassigänger des Hamburger Tierschutzvereins von die Jugendgruppe, sich mit den Welpen zu beschäftigen. An mehreren Wochenenden kamen die Jugendlichen ins Tierheim. Die Aufgabe bestand darin, ihnen Streicheleinheiten und Wärme zu geben, um ihr Vertrauen zu gewinnen. Jugendliche waren den jungen Hunden bis dahin unbekannt. Auf der Hundewiese hat die Jugendgruppe mit den Kleinen getobt, Bewegungsspiele gemacht und mit ihnen gekuschelt, bis den Welpen auf dem Schoß ihrer jungen Betreuer die Augen zufielen.
 


Leinentraining und Ausflüge mit den Pitbull-Mix-Welpen. © S. Kähler-Schnoor. Mit Klick vergrößern.

An einem weiteren Wochenende nahmen die Jugendlichen sie jeweils an die Leine, erkundeten das große Tierheimgelände und machten einen Abstecher an den Hundebadeteich. Der enge Umgang mit den zutraulichen Welpen hat der Gurppe großen Spaß gemacht. Das Welpen-Training hat unterstützend dazu beigetragen, dass fünf Hunde des Wurfes außerhalb von Hamburg ein zu Hause gefunden haben. Nur Ringo und Stuart warten immer noch auf einen neuen Besitzer, der alle Auflagen des Hundegesetzes erfüllen kann. Sie sind mittlerweile elf Monate alt.
 
Die Hamburger Tierschutzjugend hofft, dass Hunde wie Ringo und Stuart eine Chance auf ein zu Hause außerhalb des Tierheimes bekommen. Jeder Hund hat ein zu Hause voller Liebe verdient! Sie werden sich weiterhin intensiv darum kümmern, speziell Listenhund-Welpen im Tierheim in ihrer Entwicklung zu fördern.
 
  Mehr zu diesem Thema:
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Viel Aufmerksamkeit im Tierheim ersetzen keine eigene Familie.
© W. Müller. Mit Klick vergrößern.
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