Unterbringung von Versuchstieren. Mit Klick vergrößern.
In Deutschland kommen Jahr für Jahr über zweieihalb Millionen Versuchstiere zum Einsatz - europaweit waren es laut den aktuellen Zahlen 2008 rund zwölf Millionen Versuchstiere. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ist in Deutschland offiziell für den Tierschutz zuständig und veröffentlicht deshalb jedes Jahr eine Statistik, wie viele Versuchstiere in welchen Versuchen verwendet wurden, zum Beispiel in der Grundlagenforschung oder für Giftigkeitsprüfungen.
Demnach wurden 2009 in Deutschland rund 2,8 Millionen Versuchstiere eingesetzt. Damit ist die Zahl der Versuchstiere um 3,5 Prozent - mehr als 93.000 Tiere - im Vergleich zu 2008 gestiegen. Zwar versprechen die Politiker immer wieder, die Zahl der Tierversuche zu verringern - tatsächlich fanden aber allein in den letzten zehn Jahren immer mehr Tierversuche statt. Vor allem Nagetiere wie Mäuse und Ratten müssen in Laboren Tierversuche über sich ergehen lassen. Aber auch Schweine, Hunde und Affen werden in Tierversuchen eingesetzt.
Auffällig: Gentechnik kommt immer häufiger zum Einsatz. 13 Prozent mehr gentechnisch veränderte Tiere als 2008 wurden in Versuchen eingesetzt. Und 2009 stieg der Verbrauch von Affen sogar um 33 Prozent auf 2.313.
Wie viele Tiere welcher Tierart im Einzelnen eingesetzt werden, was an welchem Tier gemacht wird, wie lange die Eingriffe oder Untersuchungen dauern und wie hoch im Endeffekt die Belastung für die Tiere ist - all dies richtet sich nach der Fragestellung der Forscher, also welches wissenschaftliche Ziel er verfolgt.