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|  Tiere in der Landwirtschaft werden oft tagelang transportiert - nur um am Zielort geschlachtet zu werden. In den Transportern leidern Schweine, Rinder oder Pferde unter drückender Enge, Hitze, Durst und Schmerzen, weil sie sich im Gedränge verletzt haben.
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Häufig müssen Tiere diese Transporte gleich mehrmals in ihrem Leben über sich ergehen lassen: Wird ein Kalb zum Beispiel in Bayern geboren, verfrachtet man es dann nach Niedersachsen, um es dort zu mästen. Ist es schwer genug, geht es von dort dann nach Nordrhein-Westfalen. Aber so läuft es nicht nur in Deutschland - über ganz Europa ziehen sich die Transportstrecken. Dann werden Tiere zum Beispiel in Dänemark geboren, in Deutschland gemästet und dann nach Italien transportiert, um sie dort zu schlachten.
Diese Transporte sind für die Tiere pure Quälerei: Sie sind tagelang unterwegs und in den Transportern ist es eng, stickig und viel zu heiß. Im Gedränge verletzen sie sich und sind panisch und gestresst. Allein in Deutschland wurden 2007 mehr als 188 Millionen Tiere transportiert. Und die Exporte, das Verfrachten der Tier in andere Länder, nehmen ständig zu.
Sinnlose Extra-WegeViele dieser Transporte erscheinen völlig widersinnig. Um nur ein Beispiel zu nennen: 2008 exportierte Deutschland mehr als 51.000 Schlachtrinder. Gleichzeitig wurden aber 61.000 Rinder für die Schlachtung importiert.
Vor allem der Transport von Zucht-Rindern hat stark zugenommen. 2009 wurden mehr als 70.000 junge Zuchtrinder in mehr als 30 Länder exportiert, zum Beispiel nach Spanien, Italien, Kroatien, Ukraine, Griechenland, Algerien, Ägypten. Fast 20.000 von ihnen wurden nach Nordafrika transportiert. Weite Strecken, die wir schon als Urlauber im bequemen Auto anstrengend fänden.
Neue Gesetze - alte ProblemeSeit 2007 gibt es eine europäische Verordnung zum Schutz der Tiere beim Transport. Doch die Vorschriften sind ziemlich lasch, weil sich die Mitgliedsländer lange um diese Verordnung gestritten haben und sich nur auf diesen kleinen Kompromiss einigen konnten.
Deshalb sind die erlaubten Transportzeiten viel zu lang, den Tieren wird zu wenig Platz geboten und die Temperaturen in den Transportern dürfen viel zu hoch sein. Die EU-Kommission hat diese Probleme zwar erkannt und will die Verordnung verbessern. Es ist aber völlig unklar, wann das endlich passiert.
Oft hält man sich nicht einmal an diese niedrigen Anforderungen, weil viel zu wenig kontrolliert wird. Deutschland hätte strengere Regeln festlegen können, hat aber die Chance einfach nicht genutzt.
| Der Deutsche Tierschutzbund setzt sich schon seit langem für bessere Bedingungen für die Tiere bei den Transporten ein. Unter anderem fordern wir zum Beispiel, dass die Tiere innerhalb eines Landes nicht länger als vier Stunden transportiert werden dürfen. Bei internationalen Transporten sollen es höchstens acht Stunden sein.
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