Die Tier- und Artenschutz AG des Johannes-Kepler-Gymnasiums in Weil der Stadt und des Gymnasiums Sindelfingen-Unterrieden, Baden-Württemberg, hat sich in einer vierwöchigen Ausstellung mit verschiedenen Themen zum ethischen Konsum beschäftigt. Denn die verfügbaren Ressourcen auf der Erde werden immer weniger und der "ökologischen Fußabdruck" jedes Einzelnen wird zunehmend wichtig. Dabei geht es um die Frage, wie viel jeder verbraucht, um seinen Lebensstil und seine Ansprüche zu erfüllen. Es braucht einen dauerhaften und langfristigen Schutz der Lebensgrundlagen, dazu gehören Pflanzen wie Tiere, mit denen wir verantwortungsvoll umgehen müssen.
In der Ausstellung haben sich die Jugendlichen kritisch mit unterschiedlichsten Tierschutzproblemen auseinandergesetzt: der tierquälerischen Massentierhaltung von Mastkaninchen, den schlimmen Bedingungen bei der Haltung und der Jagd von Pelztieren und der grausamen Praxis des shark finnings - das Abtrennen der Flossen lebender Hai zur Verwendung als Delikatesse in der chinesischen Gastronomie - sowie der Überfischung der Meere. Auf Plakaten stellte die AG Informationen und hilfreiche Tipps für den Verbraucher zusammen.
Erfreulicherweise ändern in jüngster Zeit immer mehr Unternehmen ihre Einstellung zu ihren Produktionsbedingungen und verpflichten sich zu ethisch verantwortungsvolleren Geschäftspraktiken. Aber die Verantwortung liegt auch beim Verbraucher, der durch seinen Einkauf Produkte von solchen verantwortungsvollen Unternehmen fördern kann. Aus Sicht der Tier- und Artenschutz AG spielt hierbei die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen (NGO) wie dem Deutsche Tierschutzbund eine wichtige Rolle, weil ihre kritische Recherchen, permanente Wachsamkeit und Aufklärung der Öffentlichkeit viele Missstände aufdecken.