Für die Haltung von Mastrindern gibt es keine gesetzlichen Regeln. Dabei werden in Deutschland jährlich 3,4 Millionen Rinder und Kühe sowie über 300.000 Kälber geschlachtet. Die Jungrinder werden meist intensiv gemästet. Das heißt: Sie kommen nie nach draußen auf die Weide, sondern werden im Stall auf Vollspaltenböden gehalten. Sie stehen ohne Einstreu auf einem Boden mit lauter Ritzen, durch den sie ihren Kot und Urin durchtreten. Der Landwirt spart sich damit das Ausmisten des Stalles. Seltener gibt es die sogenannte "extensive Mast", eine Haltung auf Einstreu im Laufstall.Die tierfreundlichste Art der Rindfleischerzeugung ist die Mutterkuhhaltung. Hier leben die Kühe mit ihren Kälbern und einem Bullen zusammen als Gruppe. Das Kalb bleibt nach der Geburt bei der Mutter, darf bei ihr Milch trinken und mit der Kuhherde ins Freie. Die Tiere sind im Sommer auf der Weide und im Winter in einem Laufstall. Wenn die Kälber mit etwa acht Monaten geschlechtsreif sind, werden sie von der Herde und nach Geschlechtern getrennt. Die weiblichen leben dann in einer Gruppe zusammen und die Jungbullen in einer anderen.