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Nach jahrelangen Verhandlungen ist es dem Deutschen Tierschutzbund gelungen, die Behörden von Odessa zu überzeugen, dass das Einfangen und Töten von Straßenhunden das Problem niemals löst.
Um zu zeigen, dass sich das Problem der Straßentiere tierschutzgerecht lösen lässt, hat der Deutsche Tierschutzbund ein Modell-Projekt in Odessa ins Leben gerufen und im Mai 2005 ein Tierschutz- und Kastrationszentrum eröffnet. Die Straßenhunde und -katzen, die vorher getötet wurden, kommen heute in das neue Zentrum. Dort werden die Tiere tierärztlich versorgt, vorsorglich geimpft und vor allem kastriert. So verhindern wir, dass sich die Straßentiere weiter vermehren.
Fangen, Kastrieren, FreilassenMit der Strategie „Fangen, Kastrieren und Freilassen" geht das Tierschutzzentrum in Odessa gegen den ewigen Teufelskreis von Vermehrung und Hungertod vor. Nachdem die Tiere versorgt und kastriert wurden, bringen die Helfer sie zurück in ihr ursprüngliches Revier. Damit soll auch verhindert werden, dass neue Tiere ihren Platz einnehmen. Außerdem kann das Tierschutzzentrum den Tieren nur vorübergehend einen Platz bieten - es gibt zu viele Straßentiere, so dass nicht alle vermittelt werden können.
 Auch die Bevölkerung wird in das Projekt einbezogen. Immer mehr Menschen kommen in das Zentrum, um sich über die Arbeit der engagierten ukrainischen Tierärzte zu informieren. Kinder sollen dabei nicht zu kurz kommen: Seit Beginn pflegt das Zentrum Kontakte zu Schulen, Kindergärten und Waisenhäusern. Die Mitarbeiter des Tierschutzzentrums feiern zusammen mit den Kindern den Welttierschutztag, bieten Aktionstage an und die Kinder können die Tiere kennen lernen und streicheln. Zwei Hunde und eine Katze aus dem Tierschutzzentrum sind bei den Kindern eines Waisenhauses in besten Händen.
Das Projekt macht Schule: Andere Städte und Länder interessieren sich dafür und wollen das Modell des "Fangen, Kastrieren und Freilassen" übernehmen.
Video zum 5-jährigen Jubiläum
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