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Pelze in der ModeKeine Tierquälerei für Luxusartikel
In den aktuellen Wintermode-Kollektionen werden immer mehr Kleidungsstücke mit Fellteilen aus echtem Pelz besetzt, um als Kleidungsverzierungen zu dienen. Dafür sterben in der EU jedes Jahr etwa 32 Millionen Tiere auf Pelztierfarmen.



Modekollektionen mit Pelz. © motivi fashion/ flickr.com. Mit Klick vergrößern.

Pelz und Pelzbesatz in der Mode sind schon lange kein Luxus mehr. Viele Jugendliche lehnen Pelzmäntel oder große Pelzkragen ab. Deshalb setzt die Modeindustrie auf Verzierungen und Teilstücke aus Pelz etwa an Kapuzenkragen, Stiefeln und Schuhen, am Handschuhsaum oder an Taschen. Häufig wissen die Käufer dieser Kleidungsstücke gar nicht, dass es sich um Echtfell handelt; sie glauben, es sei künstlich hergestellt. Doch diese Verzierungen machen etwa die Hälfte des gesamten Umsatzes mit Pelzen in Europa aus. Hochwertiger Kunstpelz ist nicht viel günstiger als in Billiglohnländern produzierter Echtpelz.
 
Zusätzliche Verwirrung schaffen die Modehersteller, indem sie Fantasienamen vergeben wie „Chinchillette" für Kaninchen oder „Telentka" für Eichhörnchen. Zudem wissen die Verkäufer in den Modegeschäften selten, von welchem Tier der Pelzbesatz an der Kleidung stammt. Deswegen ist Vorsicht geboten bei Bezeichnungen wie „echt Pelz" oder „Pelzbesatz".

Die Haltung von Pelztieren



Der Käfigdraht verletzt die Pfoten.
© A. Farkas/afi. Mit Klick vergrößern.

Pelztiere wie Füchse, Chinchillas oder Nerze leben auf den Pelztierfarmen in winzigen Drahtkäfigen. Der dünne Draht kann die empfindlichen Pfoten der Tiere verletzen, zudem bieten die Käfige keine Beschäftigung und viel zu wenig Raum für Bewegung. Die Folge sind schwere Verhaltensstörungen bei etwa zwei Dritteln aller Farmtiere wie hektisches Auf- und Ablaufen. Etwa die Hälfte der verwendeten Felle stammt aus der Pelztierzucht, der Rest aus der Landwirtschaft und der Jagd.
 
In Deutschland gibt es derzeit noch 12 Pelztierfarmen, dabei wollen wir erreichen, dass wie in Österreich, England, Dänemark oder der Schweiz die Pelztierfarmen gänzlich verboten werden.

Keine verbindliche Kennzeichnung



Jugendprotest gegen Pelzmode.
© Bayerische Tierschutzjugend. Mit Klick vergrößern.

Bislang gibt es nur freiwillige Kennzeichnungsvereinbarungen der Pelzindustrie, die aber kaum eingehalten werden und auch bei Verstößen keine Folgen haben. Im Jahr 2010 gab es eine Initiative des Europäischen Parlamentes, um eine verbindliche Kennzeichnung aller tierischen Bestandteile bei Kleidung zu erreichen. Leider wurde dies bislang abgelehnt. Aber wir setzen uns weiter für diese Kennzeichnung ein, genauso wie für ein Verbot der Pelztierhaltung in Deutschland. Schließlich haben wir bereits ein Handelsverbot mit Hunde- und Katzenfellen in der EU sowie mit Robbenprodukten erreicht.

Helft uns und den Tieren - sagt NEIN zu Pelzen

  • Unterstützt uns mit gesammelten Unterschriften, sammelt Stimmen für die Pelztiere.
  • Verteilt Flyer, um Passanten zu informieren, hier kostenlos 25 oder 50 Flyer bestellen.
  • Kauft keine Produkte mit echtem Fell- oder Lederbesatz, Alternativen gibt es bei eindeutig künstlich hergestellten Produkten.
  • Unterstützt Kauf- und Versandhäuser, die sich gegen den Verkauf von Pelzen entschieden haben. Hier findet ihr eine Übersicht.
  • Prüft beim Einkaufsbummel, ob in dem Laden eurer Wahl Echt-Pelzprodukte angeboten werden und kauft nur dort ein, wo das nicht der Fall ist.
  • Informiert uns über Geschäfte, die noch immer Echtpelze im Angebot haben.

 
  Mehr zu diesem Thema:
Pelzfrei einkaufen
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Unterschriftenlisten - was passiert damit?
 
 
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Demo gegen Pelze
 
Pelzfrei einkaufen: Welche Warenhäuser auf Echtfell im Angebot verzichten.
 
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Material I
Fantasienamen für Pelzprodukte
 
 
Material II
Unterschriftenaktion gegen Pelze
 

 
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