Elf Jugendliche beschäftigten sich zwei Tage lang in der Kinderakademie Harz (KAZ) mit der Frage "Haben Tiere Rechte?". Waltraud Hammer vom Tierschutzverein Halberstadt erläuterte die gesetzlichen Grundlagen zum Schutz der Tiere. Spannend fanden die Kinder, dass welche Themenbereiche im Tierschutzgesetz festgelegt sind. Aus ihrer praktischen Erfahrung berichtete Waltraud Hammer, dass diese Gesetze leider oft nicht ausreichen, um Tiere wirklich zu schützen.
Die Teilnehmer der Sommerakademie beim theoretischen Teil des Themas "Tiere im Recht". Mit Klick vergrößern.
Bereits im Vorfeld hatten die Kinder recherchiert, waren gut auf das Seminar vorbereitet und hatten viele Fragen zu den Rechten von Tieren in der Landwirtschaft. Das Leid der Tiere in Käfigen, bei Tiertransporten, aber auch in Versuchslaboren waren für die wichtige Themen. Alle waren sich einig, dass Tiere ihre Rechte einklagen müssten. Und weil sie das nicht selber können, sollten Tierschutzorganisationen mit dem Verbandsklagerecht für das Wohl der Tiere eintreten dürfen. Die Kinder beschlossen, dafür in der Schule Unterschriften zu sammeln.
Tierische Begegnung mit einem Papagei. Mit Klick vergrößern.
Beim Ausflug in die Fundtierunterkunft Halberstadt überzeugten sich die Kinder vom Wohlergeben der Tiere und erfuhren weitere Details über die Rechte der Hunde und Katzen. Bei einer Tiergartenführung mit Michael Bussenius wurden nicht nur ihre Fragen zu den Rechten der Zootiere beantwortet, sie durften auch Mäuse streicheln, Papageien auf dem Kopf tragen oder Kamele füttern. Dieser Tag war Tierschutz zum Anfassen und begeisterte die Kinder durch die vielen praktischen Erfahrungen.