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Hier beantworten wir häufig gestellte Fragen zur Tiervermittlung durch Tierheime.
Warum muss ich Geld für ein Tier aus dem Tierheim bezahlen?
Kann ich das Tier sofort mitnehmen?
Wie alt muss ich sein, um ein Tier aus dem Tierheim übernehmen zu können?
Wie läuft eine Vermittlung ab?
Warum wird im Vertrag häufig eine Kastrationspflicht für ein vermitteltes Tier gefordert?
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Warum muss ich Geld für ein Tier aus dem Tierheim bezahlen? Grundsätzlich sind Tierheim-Mitarbeiter froh, wenn sie Tiere in ein neues Zuhause vermitteln. So schnell wie möglich. Dennoch wird eine Schutzgebühr erhoben, die bewirken soll, dass sich nicht jeder spontan ein Tier mitnimmt, sondern die Anschaffung genau überlegt wird.
Zugleich decken die Einnahmen wie Schutzgebühr nur einen geringen Teil der Kosten für die Unterbringung, Betreuung und medizinische Versorgung während der Zeit im Tierheim. Beispielsweise werden viele Tiere geimpft oder sogar kastriert, das kostet Geld und die Schutzgebühr deckt diese Ausgaben ein wenig. Kosten übrigens, die ihr sonst hättet, weil ihr das Tier zum Tierarzt bringen müsstet. Viele Tierheime machen aber Ausnahmen, z.B. wenn es um Tiere geht, die nur schwer vermittelbar sind. Wenn dann die richtigen „Eltern" kommen, dann soll das nicht an Geld scheitern. |
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Kann ich sofort ein Tier mitnehmen? In der Regel kann ein Tier nicht sofort mitgenommen werden. Es gibt viele Wege, wie ein Tier ins Tierheim gelangen kann. Alle sind jedoch für das Tier mit einem Verlust des gesicherten Reviers, des vertrauten Umfeldes verbunden. Daher sind die Mitarbeiter im Tierheim sehr bemüht, den Tieren ein artgerechtes und dauerhaftes Zuhause auszusuchen. Es finden in der Regel Gespräche oder Besuche im möglichen neuen Zuhause statt. Hierbei wird geschaut, ob die Bedingungen stimmen.
Obwohl diese Kontrollen überzogen streng klingen, gibt es einen sehr ernsten Hintergrund: Katzen mit Freilauf sollten nicht an eine stark befahrene Straße vermittelt werden, unsichere Hunde mit Angst vor Kindern nicht in einen zu lebendigen Haushalt. Ein mögliches „Nein" seitens des Tierheims soll das Tier schützen, vor dem Tod auf der Straße oder auch vor Stressreaktionen wie Unsauberkeit oder Angstschnappen. Auch für den neuen Besitzer sollte das Wohl des Tieres Vorrang haben. Ein Hund der mit dem Makel „bissig" zurückgegeben wird, weil es im neuen Zuhause nicht klappt, hat kaum noch Chancen auf eine erfolgreiche Vermittlung.
Wir verstehen eure Begeisterung und die Vorfreude auf ein neues tierisches Familienmitglied und hoffen ihr versteht unsere Vorsicht bei der Abgabe eines Tieres. Denn oft haben die Tiere schon einmal etwas Schlimmes erlebt und das sollte nicht wieder passieren, deshalb braucht eine Vermittlung Zeit.
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Wie alt muss ich sein, um ein Tier aus dem Tierheim zu übernehmen?Wir empfehlen den uns angeschlossenen Tierheimen, Tiere nur an Personen abzugeben, die Volljährig sind, also mindestens 18 Jahre alt. Interessieren sich Kinder und Jugendliche für ein Tier, dann müssen in der Regel die Eltern einverstanden sein, dass dieses Tier zuhause einziehen darf. Daher wird der Vertrag zur Übernahme eines Tieres aus dem Tierheim mit den Eltern geschlossen. Natürlich können die Eltern entscheiden, dass sich ihr Kind hauptverantwortlich um den neuen Mitbewohner kümmert.
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Wie läuft eine Vermittlung ab? Wenn ihr ernsthaft Interesse an einem bestimmten Tier habt, dann werden die Tierheimmitarbeiter sich erkundigen, ob das Tier und ihr gut zusammen passt. Temperamentvolle Tiere brauchen viel Beschäftigung und Bewegung, unsichere Tiere brauchen erfahrene Halter, die Körpersprache und Signale ihrer neuen Schützlinge richtig deuten und die Bedürfnisse der Tiere gut kennen. Auch wenn der junge Husky mit den tollen blauen Augen noch so lieb guckt, vielleicht ist ein Mischling mit viel ausgeglichenerem Wesen doch die besser Wahl für euch. Lasst euch von den Mitarbeitern in Ruhe beraten, sie kennen ihre Tiere und können sie gut einschätzen.
Je nach Tierart und Tierheim findet teilweise eine Vorkontrolle des neuen Zuhauses statt, häufiger ist eine Nachkontrolle. Zudem bekommt ihr eine Beratung zur artgerechten Haltung der ausgewählten Tierart und wie ihr sie gegebenenfalls mit Artgenossen zusammenbringen könnt. In jedem Fall wird das Tier mit einem Schutzvertrag und einer Schutzgebühr abgegeben.
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Warum wird häufig im Vertrag eine Kastrationspflicht für ein vermitteltes Tier gefordert?Werden beispielsweise Katzenwelpen sehr jung abgegeben, so sind die Tiere meist noch nicht kastriert. Die Kastration später ist aber wichtig, damit nicht noch mehr Tiere geboren werden, die später im Tierheim landen. Insbesondere Katzen und Kater mit Freigang sollten aus Verantwortung kastriert werden. Viele Tierheime können die zahlreichen heimatlosen Samtpfoten kaum noch aufnehmen.
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