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Tierheime
Tierheime praktischer Tierschutz vor Ort

In Deutschland sind über 700 Tierschutzvereine dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossen. Sie betreiben mehr als 500 Tierheime und übernehmen wichtige Tierschutzaufgaben. Die Tierheime nehmen jährlich über 300.000 Tiere auf, entlaufene oder ausgesetzte Heimtiere ebenso wie Tiere, die aus verschiedenen Gründen von ihren Besitzern abgegeben werden.
 


Betreuung verwaister oder verletzter Wildtiere durch Tierheime. Mit Klick vergrößern. © Masanneck

Darüber hinaus leisten Tierheime regelmäßig Hilfestellungen für verletzte oder verwaiste Wildtiere. In den letzten Jahren müssen die Tierheime zudem immer wieder Exoten aufnehmen, beispielsweise Schlangen, Vogelspinnen oder Chamäleons. Auch von Behörden aufgrund schlechter Haltung beschlagnahmte Tiere finden im Tierheim eine Bleibe.
 
Die Tiere werden in den Tierheimen zunächst eingehend tierärztlich untersucht. Je nachdem, wie ein Tier ins Tierheim gelangt ist, gibt es bürokratische Vorschriften, ab wie viel Wochen Aufenthalt im Tierheim es weitervermittelt werden kann.
 


Katzen schätzen einen erhöhten Sitzplatz mit Rundumblick. Mit Klick vergrößern.

Wird ein Tier, beispielsweise eine Katze, von seinem Besitzer im Tierheim abgegeben, so kann es kurz nach dem Tierarztcheck - wenn das Tier gesund ist - vermittelt werden. Je nach Alter, Gesundheitszustand und Verträglichkeit können die Tiere schnell in ein neues Zuhause einziehen.
 
Bei Fundtieren nimmt das Tierheim die Tiere für die Städte und Gemeinden in Verwahrung - es fungiert als städtisches „Fundbüro" für Tiere. Als solches muss es die „Fundsache Tier" sechs Monate lang „aufbewahren", denn in dieser Zeit kann der Besitzer sein Eigentum zurückfordern. Auf der einen Seite sind die Besitzer froh, nach langer Suche ihr Tier wohlbehalten wieder zu finden - auf der anderen Seite können die Tiere erst nach Ablauf der sechs Monate vermittelt werden oder die neuen Besitzer müssen einige Monate mit der Ungewissheit leben, ob sie das Tier an den ehemaligen Besitzer zurückgeben müssen. Für die Tierheime bedeutet das aber auch, dass bis zur Vermittlung alles zu bezahlen ist: Futter, Betreuung und Tierarzt. Die Stadt oder Gemeinde, bezahlt das oft nicht, erwartet aber, dass das Tierheim die Tiere betreut.
 


Warten auf ein neues Zuhause. Mit Klick vergrößern. © Tierheim Berlin.

Seit einiger Zeit werden die Bewohner der Heime immer zahlreicher, daher sind die Tierheime froh, wenn sie einen guten Platz für ein Tier gefunden haben. Jedoch werden die Tiere nicht einfach abgegeben, die neuen Besitzer werden sehr sorgfältig ausgesucht, schließlich soll das Tier artgerecht und dauerhaft dort leben können. Denn gerade Hunde und Katzen verkraften es nur sehr schlecht, wenn sie erneut ihre Bezugsperson verlieren.
 


Cora ist seit einiger Zeit in einer neuen Familie und genießt die Zuwendung. Sie startete mit über 10 Jahren eine späte Karriere als Schul-Besuchs-Hund.
Mit Klick vergrößern.


 
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