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|  Nicht jeder Igel, der noch bei Dauerfrost oder geschlossener Schneedecke unterwegs ist, braucht Hilfe. Es kommt vor, dass gesunde Igel auch mal ihren Winterschlaf für wenige Tage unterbrechen können und auch gelegentlich im Winter ihr Nest wechseln. In diesem Fall sollte der Igel in der freien Natur bleiben.
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Fit für den WinterIgel brauchen normalerweise keine menschliche Hilfe, um zu überwintern. Handelt es sich jedoch um ein untergewichtiges, verletztes oder offensichtlich krankes Tier, ist Hilfe notwendig. Jungtiere, die spät im Jahr geboren werden, können sich zum Beispiel wegen des geringeren Nahrungsangebotes kein ausreichendes Fettpolster anfressen.
Nur in diesen Ausnahmesituationen ist es euch erlaubt, einen Igel vorübergehend zur Erstversorgung aufzunehmen. Ratsam ist es, das Tier sobald als möglich zur weiteren optimalen Obhut an eine auf Igel spezialisierte Pflegestelle zu übergeben.
Erstversorgung eines Igels - prüfen ob er tatsächlich in Not ist, z. B. verletzter, verwaister Igelsäugling
- Igel vorsichtig, am besten mit Handschuhen, in eine Pappkiste mit zerknüllter Zeitung setzen
- Körpertemperatur prüfen, besonders bei Jungtieren, indem mit der Handfläche die Bauchtemperatur gefühlt und abgeschätzt wird; unterkühlte Tiere auf/neben eine mit einem Handtuch eingewickelte Wärmflasche setzen, die mit nur handwarmen Wasser gefüllt sein darf
- Fundort merken: dort sollte das Tier im folgenden Frühjahr möglichst wieder ausgesetzt werden
- Wasser oder ungesüßten Fencheltee anbieten, niemals Milch
- Fressen: Katzenfeuchtfutter, dazu eventuell ein verquirltes Ei, das man mit wenig Fett und ohne Gewürze in der Pfanne stocken lässt
- schwachen Tieren mittels einer Plastik-Einwegspritze (ohne Nadel) lauwarmen, ungesüßten Fencheltee einflößen - dies sollte am besten ein Tierarzt durchführen
- Hilfe für leicht untergewichtige Tiere im eigenen Garten:
Einrichten einer Futterstelle - Ganz wichtig: Igel baldmöglichst zum Tierarzt, zum Tierheim oder einer Igelstation bringen
Ein Igel ist kein HaustierIgel, die in menschliche Pflege genommen werden, müssen eine optimale Versorgung erhalten. Eine falsche Behandlung kann der Gesundheit des Tieres schaden. Es ist deshalb notwendig, dass ihr den „stacheligen Gast“ so schnell wie möglich zur weiteren Obhut an einen Tierarzt, den nächstgelegenen Tierschutzverein oder an eine autorisierte Igel-Station übergebt.
Es ist nicht ratsam, einen Igel selbst aufzunehmen. Ihr müsst euch bewusst sein, dass es nicht einfach ist, einen Igel artgerecht aufzunehmen und ihr außerdem die Verpflichtung eingeht, ihn fünf bis sechs Monate lang täglich zu betreuen und zu füttern.
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