Jugendtierschutz « Themen « Tiere in der Natur « Igel 
Logo: Deutscher Tierschutzbund e.V. Schriftzug: Jugendportal
 
 
Jugendtierschutz
Aktiv
schule
Themen
Tiere zu Hause
Tiere in der Landwirtschaft
Tiere in der Natur
Tiere in Zoo und Zirkus
Tiere in der Forschung
Service
Kontakt


   Newsletter

 
 
Themen
Igel




Ein Igel im Garten. © Harald Geith. Bei Klick vergrößern.

Fit für den Winter

Igel, die nach Wintereinbruch, das heißt bei Dauerfrost oder geschlossener Schneedecke, herumlaufen, brauchen unsere Hilfe. Es sind entweder kranke und schwache Alttiere oder aber - was häufiger der Fall ist - Jungtiere, die sehr spät geboren wurden, vielleicht auch krank sind, und sich wegen des geringen Nahrungsangebotes im Herbst kein für den Winterschlaf ausreichendes Fettpolster anfressen konnten.
 
Nur in diesen Ausnahmesituationen ist es euch erlaubt, einen Igel vorübergehend zur Erstversorgung aufzunehmen. Ratsam ist es, das Tier sobald wie möglich zur weiteren optimalen Obhut an eine auf Igel spezialisierte Pflegestelle zu übergeben.

Erstversorgung eines Igels

  • prüfen ob er tatsächlich in Not ist, z. B. verletzter, verwaister Igelsäugling
  • Igel vorsichtig, am besten  mit Handschuhen, in eine Pappkiste mit zerknüllter Zeitung setzen
  • Körpertemperatur prüfen, besonders bei Jungtieren, indem mit der Handfläche die Bauchtemperatur gefühlt und abgeschätzt wird; unterkühlte Tiere auf/neben eine mit einem Handtuch eingewickelte Wärmflasche setzen, die mit nur handwarmen Wasser gefüllt sein darf
  • Fundort merken: dort sollte das Tier im folgenden Frühjahr möglichst wieder ausgesetzt werden
  • Wasser oder ungesüßten Fencheltee anbieten, niemals Milch
  • Fressen: Katzenfeuchtfutter, dazu eventuell ein verquirltes Ei, das man mit wenig Fett und ohne Gewürze in der Pfanne stocken lässt
  • schwachen Tieren mittels einer Plastik-Einwegspritze (ohne Nadel) lauwarmen, ungesüßten Fencheltee einflößen - dies sollte am besten ein Tierarzt durchführen
  • Hilfe für leicht untergewichtige Tiere im eigenen Garten: Einrichten einer Futterstelle
  • Ganz wichtig: Igel baldmöglichst zum Tierarzt, zum Tierheim oder einer Igelstation bringen


Ein Igel ist kein Haustier



Gefundene Igelsäuglinge - ihre Aufzucht ist etwas für Spezialisten. Bei Klick vergrößern.

Igel, die in menschliche Pflege genommen werden, müssen eine optimale Versorgung erhalten. Eine falsche Behandlung kann der Gesundheit des Tieres schaden. Es ist deshalb notwendig, dass ihr den „stacheligen Gast“ so schnell wie möglich zur weiteren Obhut an einen Tierarzt, den nächstgelegenen Tierschutzverein oder an eine autorisierte Igel-Station übergebt.
 
Es ist nicht ratsam, einen Igel selbst aufzunehmen. Ihr müsst euch bewusst sein, dass es nicht einfach ist, einen Igel artgerecht aufzunehmen und ihr außerdem die Verpflichtung eingeht, ihn fünf bis sechs Monate lang täglich zu betreuen und zu füttern.
 
  Mehr zu diesem Thema:
Weiterführende Links
Initiative Pro Igel
Igelschutz Wuppertal
 
 
Weitere Themen
 
Tiere in der Natur
 
Jagd
 
Kormoran
 
Stadttauben
 
Tierschutz vor der Haustür
 
Vogelfütterung
 
Das kannst du für Igel tun
 
(Kopie 1)
Downloads
 
 
Material I
Kinder-Broschüre (PDF): Der Igel im Garten
 
 
Material II
Erwachsenen-Broschüre (PDF): Igelschutz
 

 
Datenschutz | Impressum | Kontakt | Hilfe Druckversion
Diese Website ist ein Angebot des
Deutschen Tierschutzbundes speziell für Jugendliche.
© 2016 Deutscher Tierschutzbund e.V.