Startseite Jugendportal « Tipps für Tierfreunde « Lachs, Hummer und Co. 
Logo: Deutscher Tierschutzbund e.V. Schriftzug: Jugendportal
 
 
Startseite Jugendportal
Aktuell
Mitmachen
Tierschutzjugend
Tiere und Menschen
Tierheime
Tipps für Tierfreunde
Achtung Werbefalle
Bunte Lektüre
Ungeeignetes Heimtierzubehör
Lachs, Hummer und Co.
Urlaub
Eure Meinung
Multimedia
Kontakt
Impressum

Kinderportal

   Newsletter

 
 
Tipps für Tierfreunde
Lachs, Hummer und Co.
Immer häufiger werden in Supermärkten besondere Meeres-"Delikatessen" angeboten wie z.B. Hummer und Lachs. Den Hummern mit ihren zusammengeklebten Scheren im öden Becken sieht man das Leid gleich an - doch auch bei Lachs und anderen Fischen sollte man lieber genauer hinschauen, bevor man zugreift.

Fisch



Lachs wie dieser Königslachs, wird so viel gegessen, dass er künstlich gezüchtet wird. © PNNL/flickr.com

Fisch statt Fleisch wird immer beliebter - und das hat Folgen. Man spricht von der Überfischung der Meere, die Bestände der meisten Fischarten sind dadurch bedroht. Besonders von den beliebten Speisefischen, wie Lachs, Kabeljau und Thunfisch, finden sich wegen der hohen Fangmengen und illegaler Fischerei immer weniger Vertreter im Meer.
 
Inzwischen werden Fische wie der beliebte Lachs zum Verzehr in Aquakulturen gezüchtet - in künstlichen Teichen oder Anlagen im Meer - um den großen Bedarf zu decken. Doch auch das bringt Tierschutzprobleme mit sich.  
 
Viele Lachse werden dabei dicht gedrängt in Käfigen im Meer zusammen gepfercht. Aus den Käfigen sinken tonnenweise Kot, Futterreste und Medikamente auf den Meeresboden und belasten die Küstengewässer. In Gefangenschaft sind die Lachse anfälliger für Krankheiten und es werden Medikamente wie Antibiotika eingesetzt, um die Erkrankungen in den Griff zu bekommen.  

Fisch-Zucht ist keine Lösung

Aquakulturen lösen das Problem der leer gefischten Meere nicht. Damit ein Lachs ein Kilogramm zunimmt, muss er erst drei Kilogramm Fisch fressen. Es müssen extra noch Fische für die Aquakultur gefangen werden, um die Lachse zu füttern. Deshalb trägt die Aquakultur Mitschuld an der Überfischung der Meere.
 
Trotzdem lässt sich die Situation verbessern und ihr könnt dabei mithelfen: 
  • Am konsequentesten ist es, wenn ihr ganz auf Fisch verzichtet. Zumindest solltet ihr Fisch als etwas besonders ansehen und ihn nicht jeden Tag essen.
  • Kauft keine besonders bedrohten Fischarten wie z.B. Aal, Rotbarsch oder Dornhai.
  • Bei Meeresfischen können euch Label weiterhelfen wie „friends of the sea" oder „MSC" (Marine Stewardship Council) - siehe Logos rechts. Diese stehen für eine nachhaltigere Fischerei, das heißt, es wird darauf geachtet, dass nicht alle Fische weggefangen werden und sich die zurückgebliebenen Tiere auch wieder ausreichend vermehren können. Der Tierschutz wird dabei allerdings nicht berücksichtigt.
  • Wenn ihr Zuchtfische aus Aquakulturen kaufen möchtet, nehmt am besten solche, die Pflanzen fressen, wie z.B. der Karpfen, der auch bei uns in Deutschland heimisch ist.
  • Entscheidet euch lieber für Fische aus Aquakulturen mit einem Bio-Siegel. Durch das Bio-Siegel gelten höhere Anforderungen an Umwelt- und Tierschutzaspekte.


 
 

Hummer



Hummer vegetieren in einem Hälterungsbecken. Mit Klick vergrößern.
© margolove/flickr.com

Hummer, die zu den Krebstieren zählen und besonders eindrucksvolle, große Scheren besitzen, gelten leider als Delikatesse, gerade auch zu Weihnachten. Die Hauptfangzeit des europäischen Hummers ist jedoch der Sommer. Um dennoch das ganze Jahr über Hummer anbieten zu können, werden die Tiere „gehältert“. Das bedeutet, dass die im Sommer gefangenen Hummer monatelang  in Behältnissen dahinvegetieren - ohne Nahrung, ihre Scheren mit Klebeband zusammengeklebt. Die Tanks und Meerwasser-Bassins der Großhändler haben teilweise ein Fassungsvermögen von bis zu 4.000 Hummern.

Hungern im Wasserbecken

Erreichen die Hummer schließlich den Edel-Supermarkt oder das Restaurant, werden sie häufig auch dort noch lebend in Becken über einen längeren Zeitraum „gehältert". Während der Hälterung werden die Tiere nicht gefüttert. Solche Hummer erkennt man erst beim Essen: Das Fleisch füllt den Scheren- und Schwanzpanzer nicht mehr komplett aus.
 
Hummer sind Einzelgänger, die sich tagsüber in Felsspalten oder Erdlöchern verstecken und erst in der Nacht aktiv werden. In den Becken können sie sich nicht zurückziehen, sie sind permanent gestresst - auch durch die anderen Hummer im Becken. Das Zusammenkleben der Scheren verhindert zwar, dass sich die Hummer gegenseitigen verletzen, aber die Tiere fühlen sich dadurch unwohl. Den Händlern geht es ohnehin vor allem darum, dass die Scheren als Spezialität für den Verbraucher zum Essen erhalten bleiben.
 
Aus Tierschutzsicht ist die Hälterung abzulehnen. Es gibt keinen vernünftigen Grund, warum die Tiere nicht direkt nach dem Fang getötet werden sollen, denn die Hälterung bedeutet nur zusätzliches Leid. Auch Krustentiere verfügen über ein Schmerzsystem - das haben aktuelle Forschungen bewiesen.
 
In Österreich hat man deshalb gehandelt: Im April 2010 hat ein Gericht entschieden, dass der Verkauf von lebenden Hummern in einer Supermarktkette gegen das österreichische Tierschutzgesetz verstößt. 
 
Um sie zu töten, werden Hummer lebendig in kochendes Wasser geworfen, in dem ihr Todeskampf mehreren Minuten dauert. Auch diese Tierquälerei gehört verboten.
 
Bitte helft mit, das Leiden der Hummer zu beenden und kauft oder esst bitte keinen Hummer!

 
  Mehr zu diesem Thema:
Achtung Werbefalle - Einkaufstipps
 
 
Weitere Themen
 
(Kopie 1)
Achtung Werbefalle - richtig hingeguckt beim Einkauf
 
(Kopie 1)
Materialien zum Download für Jugendgruppe und Schule
 
(Kopie 1)
(Kopie 1)
(Kopie 2)
(Kopie 1)
Tipps zum Start eures eigenen Tierschutz-Projektes
 

 
Datenschutz | Impressum | Kontakt | Hilfe Druckversion
Diese Website ist ein Angebot des
Deutschen Tierschutzbundes speziell für Jugendliche.
© 2012 Deutscher Tierschutzbund e.V.