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|  Unsere Hauskaninchen stammen vom europäischen Wildkaninchen ab. Sie leben schon seit vielen Jahren in der Nähe des Menschen, trotzdem sind sie ihren wilden Verwandten noch immer sehr ähnlich. Am liebsten leben sie gesellig, graben tiefe Gänge und Höhlen, halten neugierig Ausschau und schlagen fröhlich Haken.
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Wohngemeinschaft erwünschtKaninchen müssen immer mit einem Artgenossen zusammen gehalten werden oder sogar in einer Gruppe mit drei bis fünf Kaninchen. Ein Meerschweinchen ist kein geeigneter Partner - die Tiere "sprechen" eine unterschiedliche Sprache. Ihr könnt die Kaninchen zwar in der Wohnung halten, wenn es ein offenes Gehege mit einer Größe von mindesten 150 mal 75 Zentimetern hat, aus dem sie jederzeit Auslauf in das kaninchensichere Zimmer haben. Wirklich artgerecht für die kleinen Flitzer ist aus unserer Sicht nur eine Haltung im Garten. Wichtig ist ein großes ausbruchssicheres Gehege, beispielsweise sechs Quadratmeter für zwei bis drei Tiere, das vor Feinden schützt und bei wechselnden Temperaturen im Sommer und Winter ausreichend Schutz bietet.
Ein Schlafzimmer für jedes Tier Zum Schlafen braucht jedes Kaninchen seinen eigenen Unterschlupf. Dieser dient gleichzeitig als Rückzugsmöglichkeit und Schutz, weil sich Kaninchen leicht erschrecken können. Unter Wurzeln, Ästen oder Röhren verstecken sich Kaninchen ebenfalls gerne.
Beschäftigung ist wichtigKaninchen bewegen sich gerne und viel, sie brauchen täglich Auslauf. Entweder im Zimmer, wobei darauf zu achten ist, dass sie keine Kabel oder giftigen Pflanzen anknabbern können, oder in einem sicheren und großzügigen Gehege im Garten. Damit sie sich auch in einem nur kurzzeitig im Garten aufgestellten Gehege wohl fühlen, sollten Häuschen, Äste, Wurzeln und Röhren darin aufgestellt werden.
Kaninchen buddeln für ihr Leben gerne. Eine gute Beschäftigungsmöglichkeit ist daher eine große mit Erde oder Sand gefüllte Blumenschale. Erhöhte Ebenen wie ein größerer Baumstamm oder eine Kiste in ihrem Gehege, nutzen sie gerne als Ausguck.
Kuscheln unter KaninchenKaninchen kuscheln sich gerne an ihre Artgenossen, bei Menschen sind sie eher zurückhaltend. Sie lassen sich ungern auf den Arm nehmen und herumtragen. Ihr werdet aber schnell feststellen, wie viel Spaß es machen kann, die Kaninchen beim Spielen und Herumtollen miteinander zu beobachten. Wenn ihr viel Geduld habt und die Kaninchen mit der Hand füttert gewöhnen sie sich schneller an euch und verlieren ein wenig von ihrer Angst. Auf dem Boden sitzend lassen sie sich dann gerne kraulen. Aber bitte zieht die Kaninchen nie an den Ohren, das tut ihnen sehr weh und sie können dann beißen.
Die Kaninchen-KücheEure Kaninchen sollten den ganzen Tag Zugang zu frischem Heu in einer Raufe und Wasser in einer Nippeltränke haben. Zusätzlich brauchen sie einen Keramiknapf für frisches Obst wie Äpfel oder Birne, Gemüse wie Möhren, Brokkoli, Sellerie, Fenchel, Spinat, Chicorée oder Blattsalat. Besondere Leckerbissen sind auch selbst gesammeltes Grünfutter wie Löwenzahn, Klee, Petersilie oder Gräser. Lasst die Kaninchen kein gespritztes oder verwelktes Futter fressen und bietet ihnen kein Grünfutter direkt vom Straßenrand an, hier ist die Belastung mit Autoabgasen sehr hoch. Fertiges Körnerfutter braucht ein gesundes Kaninchen zur ausgewogenen Ernährung nicht. Die regelmäßige Fütterung großer Mengen von Körnerfutter kann sogar zu Darmerkrankungen führen.

Stubenrein muss sein!Wichtig ist eine regelmäßige wöchentliche Reinigung des gesamten Kaninchen-Geheges. Die Toilettenecke der Tiere sollte täglich gesäubert werden. Kaninchen können stubenrein werden, das heißt, dass sie nicht in die Wohnung machen, sondern in eine Schale mit Einstreu, die in den Raum gestellt wird.
Der Tierarzt bittet zu BesuchSollte euch auffallen, dass ein Kaninchen sein Futter verweigert oder Durchfall hat, verklebte Augen oder Nasenausfluss bekommt, oder Schwierigkeiten beim Kauen hat, dann sind das erste Anzeichen für eine Krankheit. Gemeinsam mit euren Eltern solltet ihr es dann zu einem Tierarzt bringen. Grundsätzlich sollten Kaninchen etwa einmal im Jahr zur Kontrolle und Impfung zum Tierarzt.
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