„Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind." Unter diesem Motto stand ein Tiergottesdienst im Juni 2010, der von der Evangelischen Kirche in Dorfen in Bayern veranstaltet wurde. Denn Tiere sind Teil der Schöpfung und daher sollte ihnen Achtung und Hilfe entgegengebracht werden.
Es waren alle Menschen verschiedener Konfessionen und Familien mit Kindern und ihren vierbeinigen Freunden herzlich eingeladen. Voraussetzung war, dass die Tiere ruhig sind und sich gut miteinander vertragen. Zur Gestaltung des Gottesdienstes hatte auch die Tierschutzjugend Erding von der Tierschutzschule aktiv beigetragen.
Einige Vertreter der Jugendgruppe klagten die oft unerträglichen Zustände in der Fleischindustrie am Beispiel der Schweinezucht an. Mit einem Gedicht, Schweinemasken vor den Gesichtern und aufrüttelnden Plakaten wurden die Gottesdienstbesucher von den Jugendlichen angeregt, ihren Fleischkonsum zu überdenken.
Am Ende des Gottesdienstes spendete Pfarrerin Karin Jordak den Segen über die Teilnehmer und die anwesenden Vierbeiner. Nach dem Tiergottesdienst gab es Kaffee und Kuchen.
Die durchgeführte Spendensammlung kommt dem Tierhospiz Elise zugute, wo alte und kranke Tiere ihren Lebensabend verbringen können.