Februar 2010 Bislang wurden Jugendleiterschulungen vor allem von der Bayerischen Tierschutzjugend und der Tierschutzjugend NRW in ihren Ländern angeboten. Doch der Bedarf nach einer Schulung ist auch in den anderen Bundesländern groß. Deshalb entschied sich Marion Friedl, Landesbeauftragte für den Jugendtierschutz in Bayern, einmal ein länderübergreifendes Jugendleiterseminar anzubieten - für alle, die eine Tierschutzjugendgruppe leiten oder mit betreuen möchten.
Die Landesjugendbeauftragte für Thüringen, Dorothea Pacholski vom Eisenacher Tierschutzverein, organisierte in Erfurt die geeigneten Räumlicheiten. Es reisten Teilnehmer aus Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen und Schleswig-Holstein an.
Gespanntes Zuhören beim Jugendleiterseminar in Erfurt. Mit Klick vergrößern.
Marion Friedl begann die Jugendleiterschulung mit den Gründungsproblemen, die es beim Start einer eigenen Jugendgruppe geben kann: Sie machte dies mit vielen praktischen Beispielen aus der Arbeit für die seit 24 Jahren bestehende Jugendgruppe Hammelburg und den Aktionen der Bayerischen Tierschutzjugend anhang von Power-Point-Folien, Bild- und Filmmaterial anschaulich. Die neuen Gruppenleiter wurden gleich gefordert in Gruppenarbeit eine eigene Gruppenstunde zu organisieren.
Auch Themen wie Versicherungs- und Rechtsschutz sowie Finanzierungsmöglichkeiten wurden intensiv durchgearbeitet. Jeder Teilnehmer erhielt eine umfangreiche Informationsmappe zum späterem Nacharbeiten. Bei der Teamarbeit war auch viel Spaß dabei, zum Beispiel als die Teilnehmer ein paar kniffelige Tierschutzquiz als Übung für eine Gruppenstunde lösen mussten. Bei einem gemeinsamen, diskussionsreichen Abend tauschten sich alle über die Jugendtierschutzarbeit in ihren Bundesländern aus: In Thüringen steht die Jugendarbeit noch am Anfang, doch die Altenburger Gruppe leistet dort schon aktive Arbeit an Schulen. In Baden-Württemberg existieren schon etliche Gruppen, in Schleswig-Holstein wird jetzt kräftig aufgebaut und in Bayern gibt es jetzt 45 Jugendgruppen.