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Die Preisträger 2013Adolf-Hempel-Jugendtierschutzpreis

1. Preis: Projekt „Bottles for Life“

(Preisgeld: 1.000 Euro)
 
Preisträgerinnen: Alice Degelow und Lena Merkle (16 Jahre)
Vor zwei Jahren starteten Alice Degelow und Lena Merkle (damals 14 Jahre alt) ihre Tierschutzinitiative. Nachdem sie in der Schule von Tierquälerei und Tierversuchen gehört hatten, wollten sie selbst aktiv werden. Nach einiger Zeit stand fest, dass sie Pfandgeld sammeln und spenden wollten. Sie tauften das Projekt „Bottles for Life". Zudem entwarfen sie den Text für einen Informationsflyer, der von einem Verwandten professionell gestaltet und gedruckt wurde.



Die beiden Preisträgerinnen mit dem Marktleiter vor dem Pfandautomat mit der Spendenmöglichkeit für den Tierschutz. © Norbert Leister



Die beiden Mädchen mit Herbert Lawo, damaliger 1. Vorsitzender des Tierschutzvereins Reutlingen, und dem dank der Spende operierten Hund Pamuk.

Die Suche nach einem Aufstellungsort war mühsam, daher warben die beiden tierlieben Mädchen in Supermärkten darum, eine Pfandsammelbox aufstellen zu dürfen. Endlich gab es einen Erfolg: In Riederich durften die beiden ihre Sammelbox aufstellen - und die Kunden beteiligten sich begeistert. Innerhalb von etwa sechs Monaten kamen rund 750 Euro aus vielen Einzelbeträgen zusammen. Mit dem Tierschutzverein Reutlingen fanden Alice und Lena dann auch ein passendes Projekt vor Ort, dass sie gerne unterstützen wollten. Auf dem Frühlingsfest konnten sie die große Spende feierlich überreichen, mit der die Operation des Fundhundes Pamuk bezahlt werden konnte.
Die Jury war begeistert von der großen Eigeninitiative und dem Erfolg der beiden Mädchen und beschloss einstimmig hierfür den ersten Platz zu vergeben.
 
 
In diesem Jahr vergibt die Jury zwei mit jeweils 600 Euro dotierte 2. Preise.

2. Preis: Dr.-Auguste-Kirchner-Realschule, Haßfurt (Bayern)

(Preisgeld: 600 Euro)


Preisträger: Schülerinnen und Schüler der Ehtikgruppe der 5. Klasse
 
Auf Initiative der Ethikgruppe wurde im Herbst 2010 beschlossen, ein Hilfsprojekt umzusetzen. Nach einer Projektbesichtigung entschieden sich  die Schülerinnen und Schüler der damaligen 5. Klasse dazu, die örtliche Tierschutzinitiative Haßberge zu unterstützen.

Voller Elan planten die Jugendlichen ihre Projekte, die sie von 2011 bis 2013 umsetzten. Noch heute ist die Ethikgruppe aktiv. Inzwischen wurden zwei Tombolas veranstaltet, es gab einen schulinternen Aufruf für Futterspenden und einen Kuchenverkauf. Außerdem organisierte die Ethikgruppe gemeinsam mit der Schülervertretung einen schulinternen Sponsorenlauf. Die gesamten Erlöse, auch aus dem Verkauf der Schülerzeitung, wurden an die Tierschutzinitiative gespendet.
 
Die Arbeit der Ethikgruppe zeigte große Erfolge, so dass im Januar 2013 der Projekttag der 5. Klassen unter dem Schwerpunktthema Tierschutz stattfand. Bemerkenswert für die Jury war in diesem Zusammenhang, dass die aktiven Schülerinnen und Schüler der Ethikgruppe und der Schülervertretung den Projekttag mitgestalteten, Verantwortung übernahmen und ihr Wissen weitergaben.
 



Teilnehmer der Ethikgruppe.

 
 

2. Preis: Jugendgruppe des Vereins "Achtung für Tiere", Gütersloh (Nordrhein-Westfalen)

(Preisgeld: 600 Euro)


Preisträger: Teilnehmer der Jugendgruppe zwischen 8-14 Jahren
 
Die Jugendgruppe des Vereins "Achtung für Tiere"aus Gütersloh widmete ihr Projekt den Ponykarussellen auf Jahrmärkten. Angestoßen durch eine örtliche Kirmes beschloss die Gruppe, durch eine Kampagne weitere Menschen über das stumpfsinnige Im-Kreis-Laufen und das Leid der Tiere aufmerksam zu machen. Während einer umfangreichen Recherche zu den Kirmestieren fragten die Jugendliche Fachleute an, fotografierten die Bedingungen auf dem Jahrmarkt und beobachteten die Pferde dort.
 
Auch über das natürliche Pferdeverhalten und die artgerechte Tierhaltung sammelten die Jugendlichen Informationen, beobachteten Pferde im Offenstall und diskutierten ihre Erfahrungen. Anschließend erarbeitete die Jugendtierschutzgruppe eigene Materialien, wie eine Ausstellung, eigene Plakate, Banner und Bilder. Zugleich starteten sie viele Aktionen, um ihr Anliegen bekannt zu machen. Bei einem Gottesdienst wurde ein eigens kreiertes Theaterstück aufgeführt, zugleich wurden Infostände in der Innenstadt veranstaltet. Dabei sammelten die engagierten Tierschützer etwa 600 Unterschriften gegen das Ponykarussell auf der Gütersloher Kirmes. 



Teilnehmer der Jugendgruppe halten ein selbstgestaltetes Plakat in die Höhe.

Die aktiven Jugendtierschützer zeigten im Verlauf des langfristigen Projektes viel Eigeninitiative und nutzen ihr Wissen, um ein weiteres Engagement zu entwickeln. Durch ihren kreativen Einsatz, z. B. mit einem mobilen Bauchladen-Infostand, erreichten sie viele Menschen und konnten auf das versteckte Tierleid aufmerksam machen.

 
 

3. Preis: Wildkatzenprojekt der Tierschutzjugend Eisenach (Thüringen)

(Preisgeld: 300 Euro)


Preisträger: Mitglieder der Jugendgruppe von 8-16 Jahren
 
Die Jugendgruppe des Tierschutzvereins Eisenach stellte aus ihrer kontinuierlichen Jugendarbeit besonders den Wildkatzenschutz als Schwerpunktthema heraus. Nach der eingeständigen Themenwahl entwickelte die Jugendgruppe im Alter von acht bis 16 Jahren ihr Projekt. Bei einer intensiven Auseinandersetzung mit den Ansprüchen der wilden Samtpfoten stellten die Nachwuchs-Tierschützer fest: Wildkatzen sind anders als Hauskatzen.
 
Um einen Eindruck vom Leben der „kleinen Tiger" zu bekommen, besuchte die Jugendgruppe das Wildkatzendorf in Hütscheroda (Thüringen). Dort setzten sie sich kritisch mit der Haltung der insgesamt vier Wildkatzen auseinander und sammelten Argumente für die Vor- und Nachteile der Gefangenschaft. Neben zahlreichen Nachteilen stellten die Jugendlichen auch fest, dass eine Auswilderung der in Gefangenschaft geborenen Tiere nicht in Frage kommt. Auf dem später stattfindenden Tierheimfest des Tierschutzvereins Eisenach befragten die Jugendlichen die dortigen Besucher nach dem Wildkatzendorf. Das Dorf der wilden Katzen war gut bekannt und es gab wenig Einwände gegen die Anlage.

Die Jury beeindruckte neben der selbständigen Arbeitsweise an dem Thema die kritische Auseinandersetzung, die sich in den Projektergebnissen widerspiegelt sowie die Hartnäckigkeit, denn die Jugendlichen sammelten Spenden und verschenkten als Dank selbstgebastelte Karten, um die Kosten des Ausflugs zu refinanzieren.
 
 



Im Tierheim (von l. nach r.): Christine Schoner, Damien Heusing, Elisa Urban, Luisa Grosch, Johanna Köhler von der Jugendgruppe des Tierschutzvereins Eisenach.

 
 

Sonderpreis: Bayerische Tierschutzjugend

(Sachpreis: Druck Kampagnenmaterial)


Preisträger: Jugendtierschutzgruppe mit Jugendlichen im Alter von 14-27 Jahren

Im März 2012 veranstalteten die Jugendlichen der Bayerischen Tierschutzjugend ein umfangreiches und professionelles Foto-Shooting, bei dem sie sich mit vielfältigen Tierschutzanliegen auseinandersetzten. Dank des Einsatzes einer Body-Painterin entstanden kunstvolle und realistische Körperbemalungen, beispielsweise verschiedene Fellmuster auf Händen oder die komplette Verwandlung in Tiger oder Leopard.

Mithilfe zahlreicher Requisiten wie Pelzmänteln, Gittern oder Plüschtieren überlegten sich die Jugendliche verschiedene Tierschutzmotive, die sie anschließend in aufrüttelnden Szenen darstellten. In einem professionellen Fotostudio entstanden so hochwertige Aufnahmen für die Kampagnenarbeit, beispielsweise gegen Tierversuche, gegen Pelze, gegen die Wildtierhaltung im Zirkus und für mehr Sensibilität beim Umgang mit Tieren.
 
Mit diesem Projekt ist es den jungen Tierschützern gelungen, sich mit zahlreichen Themen auseinanderzusetzen, die sonst oftmals nur geringe Mitwirkungsmöglichkeiten für Jugendliche bieten. Die Jury war sehr beeindruckt von den packenden Kampagnenbildern und den einfühlsamen Slogans der selbsterstellten Plakate. Daher soll dieses ungewöhnlich kreative Engagement mit einem Sachpreis gesondert ausgezeichnet werden. Die acht besten Motive aus diesem Workshop werden als Postkarten zu je 1.000 Stück gedruckt, so dass die Bayerische Tierschutzjugend umfangreiches Kampagnenmaterial für die weitere Arbeit erhält.
 
 

Dank an alle Bewerber

Die Akademie für Tierschutz dankt allen Teilnehmern, die sich um den Adolf-Hempel-Jugendtierschutzpreis beworben haben. Der Jury ist die Entscheidung nicht leicht gefallen und sie war begeistert von den vielen engagierten Arbeiten der Schulklassen und Jugendgruppen. Wir freuen uns auf eure Einsendungen für den nächsten Preis
 

Die Jury

Zur Jury des Adolf-Hempel-Jugendtierschutzpreises gehören:
 
  • Dr. Brigitte Rusche, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes und Leiterin der Akademie für Tierschutz
  • Günter Heyland, Bürgermeister von Neubiberg
  • Tessy Lödermann, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes Landesverband Bayern
  • Nicole Brühl, Präsidentin des Landesverbandes Bayern des Deutschen Tierschutzbundes und Vorsitzende des Tierschutzvereins Starnberg
  • Anna Lena Hansen, Jugendvertretung


Zum Hintergrund

Zugelassen waren Arbeiten aus allen Bereichen, wie Videos, Fotos, Bilder, Installationen, in digitaler oder schriftlicher Form. Teilnahmeberechtigt sind Schulklassen oder Jugendgruppen aus Deutschland, deren Mitglieder im Alter zwischen acht und 16 Jahren sind. Im Mittelpunkt der Arbeiten muss der Tierschutz stehen.
Benannt ist der Jugendtierschutzpreis nach dem engagierten Tierschützer Adolf Hempel, der der Gemeinde von Neubiberg in besonderer Weise verbunden war. Er legte durch sein Testament den Grundstock für die Errichtung der Akademie für Tierschutz in Neubiberg bei München. Die Akademie, die 1986 gegründet wurde, genießt heute internationale Anerkennung als wissenschaftliche Einrichtung des Deutschen Tierschutzbundes.

 
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Meerschweinchen-Bastelaktion.
© Grundschule Leutenberg.
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