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Die Preisträger 2009Adolf-Hempel-Jugendtierschutzpreis



Preisträger des Adolf-Hempel-Jugendtierschutzpreises 2009 mit Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes (4. v.l.); den Jurymitgliedern Nicole Brühl (3. v. r. hinten), Tessy Lödermann (3. v. r. vorn) und Dr. Brigitte Rusche, Leiterin der Akademie für Tierschutz (r.). Mit Klick vergrößern.


Zum fünften Mal hat die Akademie für Tierschutz 2009 den Adolf-Hempel-Jugendtierschutzpreis vergeben. Am 19. September verlieh die Akademie im Rahmen der Mitgliederversammlung des Deutschen Tierschutzbundes die drei Preise.
 
Die Akademie für Tierschutz hat den Jugendtierschutzpreis ins Leben gerufen, um junge Tierschützer für ihr Engagement auszuzeichnen. Gleichzeitig möchte sie damit Kinder und Jugendliche für den Tierschutz begeistern. Der Adolf-Hempel-Jugendtierschutzpreis wird alle zwei Jahre vergeben.
 
 

1. Preis: Bayerische Tierschutzjugend

(Preisgeld: 1.500 Euro)
 
Den ersten Preis hat die Bayerische Tierschutzjugend für die Wanderausstellung "Europa grenzenlos - Tierschutz skrupellos" erhalten. Für die Idee, Konzeption und Herstellung der Ausstellung ist die Hammelburger Jugendgruppe verantwortlich. Auf Stellwänden hat sie Informationen und Bildmaterial zu Tierschutzthemen zusammengestellt wie etwa zur Heim- und Nutztierhaltung, zu Zoo- und Zirkustieren, Tierversuchen, zur Jagd oder zu Pelztieren.




Die prämierte Ausstellung der Bayerischen Tierschutzjugend auf einer Messe in Schweinfurt 2008. © BTJ


Pelzmäntel, ausgestopfte artgeschützte Tiere, große Tiersilhouetten und andere Ausstellungsstücke sorgen als Blickfang für Aufmerksamkeit und illustrieren, wogegen die Tierschützer kämpfen. Seit 2006 leihen sich die Jugendgruppen der Bayrischen Tierschutzjugend die Ausstellung für Aktionen und Veranstaltungen aus. Die Ausstellung wird kontinuierlich mit aktuellen Tierschutzinhalten erweitert. Der gut organisierte und durchdachte Begleitordner unter anderem mit Bestandsliste, Montageanleitungen, Bestelllisten für Info-Material zum Auslegen bis hin zur Anleitung für den Pressebericht hilft den Jugendgruppen, damit die Ausstellung vor Ort funktioniert und erfolgreich ist. Die Aufmerksamkeit beim Publikum und die anhaltende Nachfrage der Jugendgruppen beweisen den Erfolg der Ausstellung. 
 
Mit der mobilen Wanderausstellung ist es nach Auffassung der Jury der Bayerischen Tierschutzjugend in vorbildlicher Weise gelungen, eine gemeinsame Grundlage zu schaffen, mit der sie Informations- und Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit leisten kann. Mit dem ersten Preis wird auch die enorme Arbeitsleistung gewürdigt, die für die Herstellung der Ausstellungskomponenten erforderlich war.
 
Ansprechpartnerinnen: Marion Friedl aus Hammelburg, Tanja Glasl aus Velden, Sarah Selmair aus Obertaufkirchen
 
 

2. Preis: Wilde Welpen

(Preisgeld: 700 Euro)
 
Gruppe von 15 Kindern und Jugendlichen zwischen sechs und 15 Jahren
 
Die Jugendgruppe "Wilde Welpen" des Tierschutzvereins Remscheid und Radevormwald beschäftigt sich seit dem Herbst 2007 mit dem Thema „Wilde Tiere im Zirkus". Zunächst hatten die Kinder Informationen über die Lebensweise der Tierarten in freier Natur zusammengetragen und verglichen sie mit Lebensrealität im Zirkus. Sie waren sich einig, dass die Haltung von Wildtieren im Zirkus Quälerei ist. Die Gruppe stellte den Vergleich auf Plakaten dar, die sie auf ihrer Homepage präsentierten.
 
Als ein Zirkus in Remscheid gastierte, machte die Gruppe die Öffentlichkeit mit Presse-Berichten und Briefen an Remscheider Schulen auf die nicht artgerechte Tierhaltung im Zirkus aufmerksam. Bei einem weiteren Zirkus dokumentierte die Gruppe mit einer Fotorecherche die Tierhaltung und leitete den Bericht mit einer Anzeige an die Staatsanwaltschaft weiter. Doch weil Protest allein häufig nicht zum Ziel führt, überlegten sich die Kinder ihre Botschaft positiv zu vermitteln.




Die Kinder vom Zirkus Welpini mit ihrem "Zirkusdirektor" in der Mitte. © Tierschutzjugend Remscheid


Um zu zeigen, dass eine Zirkusvorstellung auch ohne wilde Tiere spannend ist, gründete die Tierschutzgruppe den „Zirkus Welpini". Die Kinder studierten unterschiedliche Zirkusnummern ein und bastelten Kostüme und Kulissen. Der Zirkus hatte im Sommer 2008 mehrere Auftritte. Zum wichtigsten Botschafter des „Zirkus Welpini" wurde der Zirkusdirektor „Giovanni Welpini", der während seiner Programmansagen das Publikum auf die schlechte Zirkustierhaltung aufmerksam machte.  
 
Die Jury hat die "Wilden Welpen" mit dem zweiten Preis des Adolf-Hempel-Jugendtierschutzpreises ausgezeichnet, weil die Kinder  Rückrat bewiesen hat, indem sie vor Ort nachforschten und sogar eine Anzeige erstatteten. Sie haben die Ausdauer und Energie aufgebracht, auch noch ein alternatives Zirkusprogramm zu entwickeln und umzusetzen und so ihre Botschaft zu vermitteln.
 
Ansprechpartnerin: Gruppenleiterinnen Ulrike Schmidt und Gabi Cagna
 
 

3. Preis: Tierschutz-AG der Anne-Frank-Schule Gütersloh

(Preisgeld: 300 Euro)
 
Gruppe von sechs Schülerinnen von 11-13 Jahren
 
Nach der Teilnahme bei Tierschutz-Ferienspielen beschlossen einige Schülerinnen eine Tierschutz-AG zu gründen. Sie konnten noch andere Schülerinnen dazu bewegen mitzumachen. Von der Eigeninitiative beeindruckt, kümmerten sich der Schulleiter und der Sozialpädagoge der Schule darum, dass die Tierärztin Astrid Reinke die fachliche Begleitung der Tierschutz-AG übernahm.
 
Das Anliegen der Tierschutz-AG ist, Tierleid bekannt zu machen und den Tieren zu helfen. Die Themen bestimmen die Schülerinnen eigenständig. Sie wissen genau, was sie erreichen wollen. Das zeigt die gründliche Aufarbeitung der Inhalte, die zielorientierte Vorgehensweise und gelungene Vermittlung der erarbeiteten Themen, zum Beispiel in einer Theateraufführung, bei Schul-Infoveranstaltungen und in Infomaterialen. So wurden mehrere Heimtiersteckbriefe und Plakate entworfen, die am selbst gestalteten Infostand am Tag der offenen Tür präsentiert und verteilt wurden.




Schülerinnen der Tierschutz-AG mit der AG-Leiterin Astrid Reinke (Mitte) beim Verteilen von Streicheleinheiten. © Astrid Reinke


Um auf die Grausamkeit von Tierversuchen aufmerksam zu machen, übten die Mitglieder der AG das szenische Rollenspiel „Die Tiere und der Engel" ein - im Rahmen einer Aktionswoche gegen Tierversuche wurde das Stück in der Nikolaikirche Bielefeld aufgeführt und hinterließ einen überzeugenden Eindruck. Im praktischen AG-Alltag kümmern sich die Schülerinnen auch liebevoll um Hunde und Katzen der Tierschutzorganisation „Achtung für Tiere - Für Freunde in Not e. V.".
 
Die Ausdauer und das Engagement sowohl für in Not geratene Tiere und die Entwicklung und Umsetzung von Ideen, die den Tierschutzgedanken auf eigene und besondere Weise voranbringen, möchte die Jury mit dem Preis honorieren.
 
Ansprechpartnerin: Leiterin Astrid Reinke, Tierärztin
 
 

Dank an alle Bewerber

Die Akademie für Tierschutz dankt allen Teilnehmern, die sich um den Adolf-Hempel-Jugendtierschutzpreis beworben haben. Der Jury ist die Entscheidung nicht leicht gefallen und sie war begeistert von den vielen engagierten Arbeiten der Schulklassen und Jugendgruppen. Wir freuen uns auf eure Einsendungen für den nächsten Preis!
 

Die Jury

Zur Jury des Adolf-Hempel-Jugendtierschutzpreises gehören:
 
  • Dr. Brigitte Rusche, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes und Leiterin der Akademie für Tierschutz
  • Elfriede Falk, Tochter des Begründers des Jugendtierschutzpreises Adolf Hempel
  • Günter Heyland, Bürgermeister von Neubiberg
  • Tessy Lödermann, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes Landesverband Bayern
  • Nicole Brühl, Kinderbuchautorin und Vorsitzende des Tierschutzvereins Starnberg

 

Zum Hintergrund

Zugelassen waren Arbeiten aus allen Bereichen, wie Videos, Fotos, Bilder, Installationen, in digitaler oder schriftlicher Form. Teilnahmeberechtigt sind Schulklassen oder Jugendgruppen aus Deutschland, deren Mitglieder im Alter zwischen acht und 16 Jahren sind. Im Mittelpunkt der Arbeiten muss der Tierschutz stehen.

Benannt ist der Jugendtierschutzpreis nach dem engagierten Tierschützer Adolf Hempel, der der Gemeinde von Neubiberg in besonderer Weise verbunden war. Er legte durch sein Testament den Grundstock für die Errichtung der Akademie für Tierschutz in Neubiberg bei München. Die Akademie, die 1986 gegründet wurde, genießt heute internationale Anerkennung als wissenschaftliche Einrichtung des Deutschen Tierschutzbundes.

 
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Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern!
 
Jugendliche beim Bau der Tiersilhouetten für die Ausstellung.
© BTJ
Puppe mit Pelzen weist auf das Leid der Pelztiere hin. © BTJ
Jugendliche treten beim Zirkus Welpini mit Einrädern auf.
© Tierschutzjugend Remscheid
Akrobatik beim Zirkus Welpini.
© Tierschutzjugend Remscheid
Die Tierschutz-AG hat Plakate zu Tierschutzthemen, z.B. zur Kaninchenhaltung gebastelt.
© Astrid Reinke
Die Schülerinnen der Tierschutz-AG gehen mit Hunden spazieren.
© Astrid Reinke

 
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