Fledermäuse gehören zu den Säugetieren, die Winterschlaf halten. So überdauern sie die insektenarme Zeit des Jahres. Während des Winterschlafes laufen sämtliche Lebensfunktionen auf Sparflamme, beispielsweise fällt der Herzschlag von ungefähr 600 Schlägen pro Minute auf nur zehn Schläge ab und auch die Atmung wird langsamer. Während des Schlafes ist der Stoffwechsel fast ausgeschaltet. Dies ist notwendig, da die Fledermäuse so nur sehr wenig Energie verbrauchen und von ihren Fettreserven leben können.
Normalerweise beziehen die meisten Fledermausarten geschützte Höhlen, alte Bergwerksstollen und andere unterirdische Verstecke zum Überwintern, einige Arten auch Baumhöhlen. Es kann aber vorkommen, dass sich die Tiere im Dachstuhl eines Hauses oder in Kellern ihr Winterquartier einrichten, vor allem in älteren Häusern.
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Wichtig: Wenn ihr bei euch zu Hause im Herbst oder Winter eine Fledermaus auf dem Speicher bzw. im Keller entdeckt, solltet ihr die Tiere keinesfalls stören, da jede Störung und andere fremde Einflüsse die Fledermäuse wichtige Energie kostet. Im schlimmsten Fall haben die Tiere dann nicht genug Reserven, um den Winter zu überstehen und sterben.
Tipp: Prüfen, auf welchem Weg die Fledermaus dorthin gekommen ist (offene Luke, Fenster, Spalten) und sicherstellen, dass diese nicht verschlossen werden/sind, damit das Tier spätestens im Frühjahr wieder den Weg nach draußen findet.
Mitte März bis Anfang April erwachen die Fledermäuse langsam aus ihrer Lethargie und machen sich auf den Weg in ihre Sommerlebensräume. Dabei legen sie Strecken zurück, die je nach Art bis zu 1500 Kilometer weit reichen können.
Habt ihr bei euch zu Hause oder im Garten „Winterschläfer“ oder überwinternde Tiere gefunden? Schreibt uns von euren Entdeckungen und präsentiert sie im Jugendportal!