Beim Grasen gehen Pferde langsam, aber stetig vorwärts. Dieses Verhalten tritt unabhängig davon auf, ob eine Weide einen üppigen Graswuchs aufweist oder nur spärlich bewachsen ist. Denn in der Natur ziehen die Wildpferdeherden langsam weiter und legen täglich etwa 20 Kilometer zurück.
Pferde sind Herdentiere und möchten mit anderen Pferden ständig Sicht-, Hör- oder Körperkontakt zu haben. Im Schutz der Herde müssen nicht alle Pferde wachsam sein. Ein Teil kann sich ausruhen, während ein anderer Teil der Herde die Umgebung beobachtet. Sobald ein Tier eine Gefahr erkennt, signalisiert es das den anderen Pferden durch Heben des Kopfes, Ausrichten der Augen und Ohren in die Richtung der Gefahr und nervöses Schnauben. So zeigt es, dass etwas nicht stimmt. Die anderen Pferde befinden sich nun in Alarmbereitschaft. Sobald ein Pferd der Herde flieht, galoppieren die anderen Herdenmitglieder hinterher.