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Tiere und Menschen
Tiere im ZooExotik vor der Haustür
Im Zoo können wir wilden Tieren ganz nahe kommen. Spätestens seit dem Eisbären Knut wissen wir, dass Zootiere eine besondere Faszination haben. Doch ihre Haltung ist oft schwierig.

Anspruchsvolle Exoten



Giraffen sind faszinierend, doch ihre Haltung braucht viel Platz. Mit Klick vergrößern.

In Zoos werden exotische Tiere mit großem Schauwert gehalten wie Elefanten, Giraffen, Löwen oder Eisbären. Häufig ist aber nicht möglich, sie artgerecht unterzubringen. Denn diese Tiere haben sehr spezielle Ansprüche in Bezug auf das Klima, das Futter oder den Platzbedarf. 
 
Probleme entstehen, wenn Tierarten, die in der Natur in größeren Sozialverbänden leben wie beispielsweise Affen, in zu kleinen Gruppen oder gar allein gehalten werden.
 


Bären laufen in ihren oft viel zu kleinen Zoogehegen ständig den gleichen Weg ab. Bei Klick vergrößern.

Die Folge sind Verhaltensstörungen - ein deutliches Zeichen dafür, dass Tiere nicht richtig gehalten werden. Fast jeder Zoobesucher hat schon Großkatzen beobachtet, die über eine längere Zeit in ihrem Käfig permanent eine enge Acht laufen, Bären, die in ihrem Gehege fortlaufend die gleichen Runden drehen oder Elefanten, die pausenlos mit dem Rüssel hin- und herschaukeln (Weben). Verhaltensforscher bezeichnen diese sich ständig wiederholenden Verhaltensweisen oder Lautäußerungen als Stereotypie.

Jungtiere sind Besuchermagneten

Viele Zoos werben gerne mit ihrem Tier-Nachwuchs. Doch die Frage ist, was passiert, wenn aus sechs kleinen Löwen plötzlich stattliche Tiere mit Revieransprüchen werden? Der Deutsche Tierschutzbund sieht das Zoomanagement hierbei kritisch. Seit Jahren gibt es unter Zoodirektoren eine Diskussion, „überzählige" Jungtiere einschläfern zu dürfen, wenn diese nicht in das Zuchtkonzept passen und nicht anderweitig vermittelt werden können.
 
Man will sogar völlig gesunde Tiere töten, wenn sie bei der Geburt das „falsche" Geschlecht haben. Dies wäre nicht nur ein klarer Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, es ist auch aus ethischen Gründen völlig inakzeptabel.

Unsere Meinung



Ein Tapir in einem Gehege, dass leicht zu reinigen ist, aber keine Beschäftigungsmöglichkeiten bietet. Bei Klick vergrößern.

Der Deutsche Tierschutzbund lehnt die Haltung von Tieren in zoologischen Einrichtungen nicht generell ab. Aber der Zoo muss sicherstellen, dass er die Tiere schmerzfrei und ohne Schaden halten kann. Der Größe des Geheges, das dortige Klima und seine Gestaltung muss so gestaltet sein, dass die Tiere die für ihre Art typischen Bedürfnisse ausleben können. Dazu gehört auch das Sozialverhalten.
 
Zudem sollten die Tiere - auch aus Artenschutzgründen - nicht der Natur entnommen werden. Wo sich diese Voraussetzung nicht erfüllen lässt, sollte der Zoo auf die Haltung dieser Tierart verzichten.
 
  Mehr zu diesem Thema:
Informationen zum Zirkus
Bayerische Tierschutzjugend: Jugendseminar Wildtiermanagement
 
Weiterführende Links
Artgerechte Bärenhaltung: Anholter Bärenwald
 
 
Weitere Themen
 
Tiere im Zirkus
 
Artgerechte Bärenhaltung
 
Downloads
 
 
Material I
Broschüre (PDF): Projekt artgerechte Bärenhaltung
 
 
Material II
Powerpoint: Zoos aus Tierschutzsicht
 

 
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