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|  Was muss ich bedenekn, bevor ich mir ein Tier anschaffe? Woher bekomme ich ein Tier?
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Überlegungen vor dem TierkaufViele Kinder wünschen sich ein Tier - bedenken aber vorher nicht, dass damit die ganze Familie einverstanden sein muss und das Tier viel Platz und eine artgerechte Unterbringung braucht. Haustiere kosten Zeit und Geld - auch das müsst ihr vorher mit eurer Familie besprechen.
Ein Hund braucht zum Beispiel Hundefutter und die Familie muss für ihn jährlich Steuern zahlen. Außerdem muss er regelmäßig zum Tierarzt - auch das kostet Geld. Jeden Tag muss man ein bis zwei Stunden mit ihm spazierengehen, auch bei Regen und im Winter. Hunde brauchen Erziehung, Gelegenheit zum Spielen mit anderen Hunden und täglich viel Zuwendung und Aufmerksamkeit von ihren Besitzern. Viele Kinder und Jugendliche vergessen außerdem, dass ein Hund zehn bis 15 Jahre alt werden kann. Das ist eine lange Zeit, in der ihr immer für ihn da sein müsst - auch wenn er krank und alt wird.
Das Tierschutzgesetz schreibt deshalb vor, dass Tiere an unter 16-Jährige nur mit dem Einverständnis der Eltern abgegeben werden dürfen. Besprecht deshalb mit euren Eltern, warum ihr euch ein Tier wünscht, ob alle in der Familie damit einverstanden sind und wer sich darum kümmert, wenn ihr zum Beispiel einmal krank seid.
Beratet vor allem zuerst, welches Tier zu euch passt: Habt ihr genug Platz für einen Hund oder eine Katze? Hat jemand in der Familie eine Allergie? Wer kümmert sich in den Ferien um das Tier?
Nach dem Tierschutzgesetz müssen Halter ihre Haustiere artgerecht unterbringen und pflegen.
Kleintiere wir Meerschweinchen oder Kaninchen sind nicht unbedingt einfacher zu halten - im Gegenteil. Die üblichen Kleintierkäfige im Handel sind viel zu klein für eine artgerechte Haltung und nicht jeder hat einen Garten, in dem die Kaninchen oder Meerschweinchen in einem Gehege genügend Platz hätten. Weder Kaninchen, noch Meerschweinchen oder andere Kleintiere lassen sich gerne von Kindern herumtragen. Überlegt also gut, ob ihr Kaninchen oder Meerschweinchen ein artgerechtes Leben in einer Gruppe von Artgenossen bieten könnt. Erkundigt euch, was euer Wunschtier für eine artgerechte Haltung braucht - und entscheidet dann, ob ihr das auch erfüllen könnt.
Tiere aus zweiter HandVieles spricht dafür, ein Tier aus "zweiter Hand" - zum Beispiel aus dem Tierheim zu kaufen: Im Tierheim klären die Mitarbeiter die Interessenten vor der Abgabe eines Tieres über das Tier und seine Eigenarten auf. Außerdem prüfen sie, ob das Tier artgerecht gehalten werden kann und die Pflegepersonen genügend Zeit für das Tier haben. Man kann im Tierheim das Tier auf gemeinsamen Spaziergängen oder Schmusebesuchen kennen lernen, um festzustellen, ob das gewählte Tier, welches für viele Jahre in die Familie aufgenommen wird, tatsächlich zu einem passt.
Diese Möglichkeit des Kennenlernens hat man nicht, wenn man ein Tier bei unseriösen Händlern kauft, die vor allem am Kaufpreis interessiert sind. Das gleiche gilt für den Kauf über das Internet. Wir möchten uns nicht gegen seriöse Züchter wenden, aber bitte kauft keine Welpen von Märkten oder an Parkplätzen. Diese Tiere sind häufig krank und viel zu früh von der Mutter getrennt worden.
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