Igel in einer Aufzuchtstation. Bei Klick vergrößern.
Igelhilfe im Garten
Igel haben manchmal Schwierigkeiten, sich genügend Fettreserven für den Winterschlaf anzufressen. Dies liegt teilweise daran, dass sie in unseren aufgeräumten Gärten zu wenig Insekten, Schnecken und anderes Kleingetier finden, weil die Gärten zu ordentlich sind.
Dagegen hilft zum einen ein naturnaher Garten, indem nicht immer alles geharkt wird, Laub liegen bleiben darf und sich auch einige Wildpflanzen finden. Dort können sich dann sich viele Insekten tummeln. Kurzfristig könnt ihr dem Igel im Herbst mit einer Futterstelle helfen (siehe Bauplan unten). Dort könnt ihr den Tieren täglich frisches Wasser (keine Milch!) und Futter anbieten. Zur abwechslungsreichen Ernährung eignen sich Katzen- oder Hundedosenfutter, hartgekochte Eier oder Rührei, gekochtes Geflügelfleisch und kurz durchgebratenes Hackfleisch ohne Gewürze, das ihr zum Beispiel mit Weizenkleie, Haferflocken und Igeltrockenfutter anreichern könnt - das ist wichtig für die Verdauung des Igels.
Besonders wichtig ist die Hygiene der Futterstelle. Trink- und Futterteller sollten täglich mit heißem Wasser gereinigt werden und auf Zeitungspapier stehen, das ebenfalls täglich gewechselt wird. So können Krankheiten vermieden werden, außerdem werden keine Ratten durch Futterreste angelockt.