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Tierschutzjugend
Küken-Männerquote

Februar 2009

Demonstration auf der BioFach-Messe



Junge Tierschützer in Kükenkostümen vor dem Stand des Tierzuchtfonds auf der BioFach.

Die Ortsgruppe Erding der Tierschutzschule demonstrierte auf der Öko-Messe BioFach in Nürnberg für eine "Küken-Männerquote". Die Jugendlichen folgten damit der Einladung des Tierzuchtfonds, einer Initiative des Deutschen Tierschutzbundes, der Schweisfurth-Stiftung und der Zukunftsstiftung Landwirtschaft für eine ethisch vertretbare Form der Tierzucht.
 
Der Hintergrund: 40 Millionen Hühnerküken sterben pro Jahr in Deutschland in ihren ersten Lebensstunden - durch Vergasen oder im Schredder - weil sie männlichen Geschlechts sind. Großzüchter haben Hühner-Rassen gezüchtet, bei denen die weiblichen Tiere besonders viele Eier legen, und andere Rassen, die besonders viel Fleisch ansetzen. Die männlichen Tiere der Hochleistungs-Legerassen setzen weniger schnell Fleisch an und sind daher als Brathähnchen ungeeignet. Zwei Millionen getötete Küken stammen von Biobauern, denn Biobauern kaufen ihre Hühner ebenfalls bei Großzüchtern. Rassen, bei denen die weiblichen Tiere ausreichend viele Eier legen und die männlichen Tiere schnell Fleisch ansetzen, bekommen sie nicht in ausreichender Menge.
 
 


Plüsch-Küken für die "Männerquote" im Hühnerstall.

Die jungen Tiersschützer aus Erding besuchten daher, gemeinsam mit ihren Jugendgruppen-Leitern Tanja Glasl und Joachim Friedl, in Kükenkostümen die Chefs von fünf großen Bioverbänden. Sie übergaben symbolisch Plüsch-Küken und warben dafür, das Überleben der männlichen Küken sicherzustellen - durch die Zucht alternativer Rassen, die sowohl Eier legen als auch gemästet werden können. 
 
Die Erzeugerverbände unterstützen die Forderungen und stimmten den Jugendlichen zu, dass dieses ernste Thema mehr Aufmerksamkeit verdiene. Die Verbraucher gingen ohnehin davon aus, dass für die Biohaltung kein Tier sinnlos getötet werde.
 
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