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Erlebnispädagogisches Projekt des Tierheims BerlinEin Projekt zum Tierschutz der besonderen Art: Viele Kinder haben keinen Bezug mehr zur Landwirtschaft und zur Tierhaltung dort. Sie wissen nicht, woher das abgepackte Fleisch aus dem Supermarkt stammt, und glauben, dass alle Eier im Regal von glücklichen Hühnern kommen. Aufklärung ist wichtig, denn Kinder sind die Verbraucher von morgen und bestimmen schon heute mit über den Einkaufskorb. Im „Tierischen Klassenzimmer“, das zur neuen Notaufnahme des Tierheims Berlin gehört und im August 2008 eröffnet hat, können Kinder hinter die Kulissen der Landwirtschaft schauen.
In mehreren Stallgebäuden und auf weitläufigen Koppeln können Tiere ein Zuhause finden, die der Tierschutzverein für Berlin und Umgebung aus katastrophalen und quälerischen Tierhaltungen befreite. Es gibt Platz für Kaninchen, Hühner, Enten und Gänse, Schweine, Schafe, Ziegen und Pferde. Was dem Tierheim als Auffangstation dient, soll der Tierschutzpädagogin Ulrike Pollack dabei helfen, Stadtkindern die artgerechte Haltung zu zeigen.
  Dabei hilft ein speziell konzipiertes Kontrastprogramm: Es gibt glücklicheTiere zum Anfassen auf der einen Seite. Auf der anderen machen Schauräume mit Bild- und Texttafeln die praktizierte tierquälerische Haltung erfahrbar. Die Kinder können in einen Hühnerkäfig hineinschlüpfen und sich auf Spaltenböden einer Schweinemastanlage stellen. Die Kinder sollen sich in die Situation von Legehennen hineinversetzen können, aber auch nachvollziehen, wie fröhlich sich Schweine im Dreck suhlen, anstatt auf Spaltenböden gemästet zu werden. Vermittelt werden dabei Respekt und Verantwortungsbewusstsein gegenüber den „Nutztieren“. |
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 Die ersten Kindergruppen waren zu Beginn des neuen Schuljahres im "Tierischen Klassenzimmer“. Eifrig haben sie bei der Pflege der Tiere mitgeholfen, den Ziegen frisches Heu gegeben oder den Pferdestall ausgemistet. In den Schauräumen haben sich die kleinen Besucher über Massentierhaltung und Tiertransporte informiert. Das sorgte für viel Nachdenklichkeit. Ihnen wurde klar, dass sie selbst einen Beitrag dazu leisten können, dass sich etwas ändert: keine Eier aus der Käfighaltung mehr kaufen, weniger Fleisch essen und wenn, dann nur solches aus artgerechter Tierhaltung.
Kontakt und Information: Tierschutzverein für Berlin und Umgebung Corp. e.V., Telefon: 030-768880, www.tierschutz-berlin.de
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| Alle Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern!
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 | Schauraum Mastkaninchen |  | |  | Schauraum Schweine mit Spaltenboden |  | |  | Schauraum Streichelzoo |  | |  | Ulrike Pollack, Tierschutz-Pädagogin des "Tierischen Klassenzimmers" mit einem Pony auf der Koppel. |
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