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|  Die Schweinehaltung ist ein ganz besonders trauriges Kapitel für jeden Tierfreund. Schweine sind sehr kluge Tiere, ähnlich wie Hunde und leiden unter schlechter Haltung extrem.
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Das MastschweinSchweine werden in großen, industriellen Anlagen gehalten und nicht mehr auf einem Bauernhof. Es gibt Schweinefabriken mit zehntausenden von Schweinen. Sie leben ohne Auslauf, natürliches Licht und in Buchten, die so klein sind, dass sich die Schweine kaum bewegen können. Die Tiere sollen möglichst schnell zunehmen, damit sie geschlachtet werden können. Jedes Schwein hat nur ungefähr einen halben Quadratmeter Platz, wenn es etwa 80 Kilogramm wiegt. Zehn Schweine sind zusammen in einem Abteil.
Die Schweine dürfen auch nicht im Stroh wühlen. Der Boden der Buchten besteht meistens aus Betonspalten. Durch die Schlitze fällt der Kot direkt in die Güllegrube und so spart sich der Landwirt die Zeit und die Arbeit des Ausmistens - anders wäre es gar nicht möglich, das wenige Menschen so viele Tiere versorgen.
Die Folgen dieser HaltungBis zu ihrer Schlachtung vegetieren die Schweine in dieser Enge dahin. Dabei sind Schweine hochintelligent und ihnen wird im wahrsten Sinne des Wortes stinklangweilig. Das einzige, was sich bewegt, sind die Schwänzchen und die Ohren der anderen Schweine, an denen sie dann herumbeißen - sogar bis sie bluten. Aber dieses Verhalten hat nichts mit Aggressivität oder Bösartigkeit zu tun. Es zeigt, dass es den Tieren sehr schlecht geht. Und es kommt noch schlimmer: Der Schweineproduzent möchte dieses Verhalten verhindern und kürzt den Schweinen deshalb schon im Ferkelalter die Schwänze - und das ohne Betäubung!

Die einzige Abwechslung in ihrem kurzen Schweineleben ist oft die Fütterung. Während Schweine normalerweise im Boden wühlen, ihr Futter suchen, auch Grünfutter fressen, bekommen sie in der industriellen Massentierhaltung ein fertiges Kraftfutter, das in wenigen Momenten gefressen wird. So langweilen sie sich schnell wieder.
Die unnatürliche Haltung und Fütterung macht die Schweine krank. Viele haben Magengeschwüre, Verletzungen und schmerzhafte Schäden an den Beinen. Nach vier Monaten, wenn die Schweine ungefähr 100 Kilogramm wiegen, werden sie geschlachtet. Dabei kann ein Schwein ungefähr 15 Jahre alt werden.
Schweinehaltung - Ferkelmast und MuttersauenDie Ferkel für die Mast liefern spezielle Ferkelerzeuger. Sie halten Muttersauen zur Zucht. Die Muttersauen sollen mindestens zweimal im Jahr mindestens zehn Junge bekommen. Damit sie ihre Ferkel nicht versehentlich erdrücken, sind sie nach der Geburt in kleinen, käfigartigen Stallabteilen eingesperrt. Diese Käfige sind so klein, dass sie sich nicht einmal umdrehen können.
Nach der Aufzucht der Ferkel werden die Muttersauen sofort wieder befruchtet. In den ersten Wochen der Trächtigkeit sind sie alleine in diesen kleinen Buchten. Das ist für Schweine, die Gruppentiere sind, besonders schrecklich. Mit etwas fortgeschrittener Trächtigkeit dürfen die Tiere immerhin für einige Wochen mit anderen Sauen zusammen leben und können sich etwas mehr im Stall bewegen.
Das FerkellebenEin Ferkel bleibt die ersten Wochen bei der Mutter und trinkt bei ihr Muttermilch. Männliche Ferkel werden in der ersten Woche kastriert. Das geschieht ohne Betäubung und ohne Schmerzmittel! Danach kommen die Ferkel in den Mastbetrieb.
| Die bestehende Schweinehaltung ist nicht tiergerecht. Der Deutsche Tierschutzbund fordert Auslaufhaltung, Stroheinstreu, ein größeres Platzangebot für das einzelne Tier, Verbot von Spaltenboden und Kupieren der Schwänze.
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