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|  Wer hat nicht schon mal die Enten im Park beobachten und wer kennt nicht das Quietscheentchen für die Badewanne? Eigentlich wissen wir: Enten sind Wasservögel. Schwimmen, Tauchen und Fliegen sind wichtig für sie. Doch die Mastenten in den heutigen riesigen Stallanlagen sehen in ihrem Leben keinen See.
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Alle meine Entchen - schwimmen auf keinem SeeEnten und Gänse werden wegen ihres Fleisches gehalten und gemästet. Sie leben in fabrikähnlichen Stallanlagen. Hier werden zehntausende von zum Beispiel Peking- und Moschusenten, aber auch Gänsen zusammengesperrt. Sie kommen nicht nach draußen und sehen kein Tageslicht.
Manchmal gibt es nicht mal Einstreu wie Stroh, sondern Drahtboden. Das verletzt die empfindlichen Füße mit den Schwimmhäuten und führt zu schmerzhaften Entzündungen.
In diesen industriellen Massentierhaltungen gibt es keine Bademöglichkeiten. So fehlt den Enten und Gänsen die Möglichkeit ihr arttypisches Verhalten, wie Schwimmen, Tauchen und Gründeln auszuleben.
Viel Platz gibt es in diesen Ställen nicht, es drängen sich etwa neun Tiere auf einem Quadratmeter. Das macht aggressiv und die Tiere beißen sich manchmal so stark, dass sie sich sogar gegenseitig töten. Um das zu verhindern, wird jungen Enten und Gänsen der Schnabel ein Stück abgeschnitten, ohne Betäubung!
Durch die Haltung in einem riesigen Stall macht die Versorgung der vielen zehntausend Tiere wenig Arbeit. Durch die gezielte Zucht wachsen die Tiere extrem schnell. Gefüttert wird vorgefertigtes Kraftfutter. Das führt oft zu Gelenkproblemen, da die noch jungen und weichen Knochen die rasante Gewichtszunahme nicht tragen können. Außerdem bekommen die Enten von dem einseitigen Futter Verdauungsprobleme. Normalerweise verbringen Enten und Gänse viel Zeit mit der Futtersuche, das können sie in einer solchen Stallanlage nicht. Eine Ente ist, je nach Rasse, nach sieben bis zwölf Wochen Mast "schlachtreif". Eine Mast-Gans lebt im Durchschnitt etwa 16 Wochen.
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Diese Haltung ist nur möglich, weil es keine gesetzlichen Vorschriften hierfür gibt. Der Deutsche Tierschutzbund fordert ein Verbot der Haltung auf Drahtboden und des Schnabelkürzens, mehr Platz für die einzelnen Tiere, Auslauf, Bademöglichkeiten, strukturiertes Futter und Einstreu.
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