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Tiere und Menschen
Putenhaltung
Putenfleisch gilt als besonders gesund, doch die Tiere selbst sind während ihres kurzen Lebens weniger gesund.

Gedränge in Hallen



Blick in einen typischen Puten-Maststall. Bei Klick vergrößern.


Die Puten oder Truthähne werden im Allgemeinen in großen Hallen gehalten. Sie können dort zwar laufen, scharren und picken, aber sie leben sehr beengt. So müssen sich am Ende der Mast zwei bis drei Tiere einen Quadratmeter Bodenfläche teilen.
 
Die Truthühner sind so gezüchtet, dass sie sehr schnell  zunehmen, ungefähr ein Kilogramm pro Woche. Eine derartige Gewichtszunahme in so kurzer Zeit ist völlig unnatürlich und die Tiere werden krank. Die Knochen und Gelenke können das Gewicht nicht halten, entzünden und verformen sich schmerzhaft. Auch Knochenbrüche kommen vor. Die Puten können kaum noch stehen und laufen. Daher versuchen sie die meiste Zeit, ihr Gewicht auf die Brust zu verlagern, wobei sie sehr viel liegen. Daher entzündet sich auch die Brustfläche und schmerzt.
 
Die Schmerzen und das Gedränge machen aggressiv, die Puten bepicken sich und können sich manchmal sogar töten. Wie den Hühnern, wird deswegen auch den Puten der Schnabel abgeschnitten (kupiert), damit sie sich nicht so schwer verletzen, wenn sie aufeinander losgehen.
 
Das Leiden der Puten dauert etwa ein halbes Jahr, dann werden sie mit einem Gewicht von 20 Kilogramm geschlachtet.
 
 


Der Deutsche Tierschutzbund fordert seit Jahren eine artgerechte Putenhaltung und eine gesetzliche Haltungsvorschrift.

 



Artgerechte Freilandhaltung in Mobilställen - für täglich frisches Grünfutter. Bild bei Klick vergrößern.

 
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