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Tiere und Menschen
Masthühnerhaltungin Europa
Das Fleisch, das wir als Hähnchen, Hühnerbrust oder Chicken Wings essen, stammt von Masthühnern. Tageslicht und eine grüne Wiese kennen diese Tiere nicht - in einem typischen, fensterlosen Stall leben sie dicht gedrängt zu Zehntausenden.

Extremes Wachstum



Blick in einen Stall mit Masthühnern. Mit Klick vergrößern.

Die Masthähnchen sind extra so gezüchtet, dass sie enorm schnell wachsen - viel zu schnell. Mit diesem Wachstum können ihr Herz, ihr Kreislauf und das Skelett nicht mithalten. Das hat gravierende Folgen: Ihr Herz bleibt einfach stehen und sie bekommen schlimme Erkrankungen an den Gelenken. Die Masthühner können darum zum Ende ihres kurzen, etwa sechswöchigen Lebens kaum noch laufen. Sie liegen unnatürlich viel, um den Schmerzen zu entgehen.
 
Allein in Deutschland werden jedes Jahr etwa 480 Millionen Masthühner geschlachtet - das ist schon unvorstellbar viel. In der gesamten EU sind es sogar fünf Milliarden pro Jahr. Üblicherweise halten die Landwirte Masthühner in großen, industriellen Stallanlagen - mit 25.000 bis 200.000 Tieren. Dadurch wollen sie mehr Profit machen, auf Kosten der Tiere.

Dicht an dicht

In diesen Ställen müssen sich am Ende der Mast bis zu 24 Hühner und mehr einen Quadratmeter Fläche teilen. Dicht an dicht stehen die Hühner - sie können weder vernünftig umherlaufen, noch scharren, picken oder ihr Gefieder pflegen. Nicht einmal ausruhen können sie sich richtig, weil sie sich ständig gegenseitig stören. Die Streu, auf dem die Hühner stehen, verschmutzt bei so vielen Tieren natürlich noch schneller - es wird klumpig und hart. Das verursacht schmerzhafte Entzündungen der Haut, an den Füßen, der Brust und den Beinen der Hühner. Außerdem entstehen giftig Ammoniakgase - ein stechend riechendes Gas - von dem die Tiere Atemprobleme bekommen.
 
 

Der Deutsche Tierschutzbund fordert mehr Platz für die Masthühner: Nicht mehr als 12 Hühner sollen auf einem Quadratmeter gehalten werden dürfen. Nur so können sie sich einigermaßen frei bewegen. Außerdem sollte die Zucht gesetzlich geregelt werden: Es sollten nur solche Hühnerrassen als Masthühner gehalten werden, die langsamer wachsen und deshalb keine Knochen- und Herzprobleme bekommen.

Hier könnt ihr sehen, dass speziell für die Mast gezüchtete Hühner viel schneller wachsen als Legehennen, die Eier produzieren sollen:



 
  Mehr zu diesem Thema:
Kampagne - Boykottiert Hühnermast
Hühnermast - Das kannst du tun
Legehennen
 
Weiterführende Links
NEULAND - eine Alternative 
 
 
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Hühnermast-Boykott - Hintergrundinfos zur Kampagne
 
Was kannst du gegen diese Haltung tun?
 
Jugendaktion: Männerquote für Hühnerkücken
 
Film - Ein Kücken schlüpft
 
Downloads
 
 
Material I
Powerpoint: Probleme der Intensivhaltung landwirtschaftlicher Nutztiere
 
 
Material II
Powerpoint: Verbraucher und Tierschutz
 
 
Material III
du und das tier-Sonderdruck (PDF): Hochleistungszucht
 
 
Material IV
du und das tier-Sonderdruck (PDF): Masthühner
 
 
Material V
Powerpoint: Masthühner in Deutschland
 

 
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