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Das Problem: Zu viele Katzenjunge



Katzenjunge in großer Zahl - wohin damit? © Tierheim Eisenach.

Immer wieder im Frühling werden tausende junge Kätzchen in Tierheimen abgegeben. Nicht selten sind es Nachkommen von normalen Stubentigern, die für den Halter ganz „überraschend“ Nachwuchs bekommen haben. Viele der Katzen stammen von freilebenden Muttertieren ab, die zu keinem Haushalt mehr gehören. Mit anderen scheuen Artgenossen leben sie in Schrebergärten, Friedhöfen, stillgelegten Fabrikanlagen und ähnlichen Lebensräumen. Ein weiteres Problem stellt die Lebenssituation vieler Katzen auf Bauernhöfen dar, denn nur wenige Landwirte lassen ihre Katzen kastrieren.
 
Diese Schwierigkeiten hängen mit der hohen Vermehrungsrate zusammen: Kätzinnen werden ab dem sechsten Lebensmonat geschlechtsreif, Kater sind ungefähr ab dem siebten Lebensmonat zeugungsfähig. Ab diesem Zeitpunkt sind die Kater das ganze Jahr über begattungsfähig. Kätzinnen werden zweimal pro Jahr rollig, wenn sie gedeckt werden und ihre Würfe nicht frühzeitig verlieren. Die erste Hitze fällt meistens auf die Zeit von Mitte Januar bis Mitte Februar. Sie dauert zwei bis sechs Tage. Die Trächtigkeit der Katze beträgt neun Wochen. In der Regel bringt sie vier bis sieben Junge zur Welt.

Schnelle Vermehrung



Grafik zur Katzenvermehrung. Bei Klick vergrößern.

Ein Rechenbeispiel: Nehmen wir an, eine Katze bekommt im Jahr zweimal Nachwuchs und sie zieht drei Kätzchen pro Wurf groß. Die Nachkommen vermehren sich ebenfalls weiter. So ergibt sich nach zehn Jahren rein rechnerisch ein Bestand von 240 Millionen Katzen.
 
Auch wenn ein Teil der Katzen das fortpflanzungsfähige Alter nicht erreicht, wird deutlich, wie schnell sich Katzen vermehren. Katzen – ob scheu und wild oder im Haushalt lebend – sind domestizierte Tiere. Ein Merkmal der Haustierwerdung ist, dass die Empfindlichkeit der Sinnesorgane und der Geschicklichkeit, die für die erfolgreiche Jagd notwendig sind, sich im Laufe der Zeit zurückgebildet haben. Die Tiere sind somit letztendlich auf den Menschen angewiesen. Der Mensch, der die Wildkatze zur Hauskatze gemacht hat, trägt die Verantwortung für sie.

Verantwortung für die eigene Katze

Es gibt für Tierfreunde nur einen Weg, dieses Katzenelend einzudämmen: Lasst nicht zu, dass sich eure eigenen Katzen vermehren. Bitte sorgt dafür, dass die Katzen und Kater in eurem Haushalt  kastriert werden!


Entlaufene Katzen wiederfinden



Chippen: Unverwechselbare Kennzeichnung. © Tierheim Eisenach.

Damit eure Katze nicht verloren geht, wie so viele andere wild lebende Katzen, könnt ihr sie mit einem Mikrochip kennzeichnen lassen. Der Mikrochip ist reiskorngroß und wird der Katze vom Tierarzt mit einer Spritze unter die Haut gesetzt. Mit einem Lesegerät kann die Nummer abgelesen werden und eure Katze ist individuell und unverwechselbar gekennzeichnet. Dann könnt ihr die Nummer beim Deutschen Haustierregister registrieren lassen, denn nur die Kombination von Kennzeichnung und Registrierung macht Sinn. Registrierte Haustiere können, wenn sie entlaufen sind, wesentlich leichter an den Halter zurückvermittelt werden.
 
  Mehr zu diesem Thema:
Kastration gegen deutsches Katzenelend
Tierschutz im Ausland
Qualzuchten
Ungeeignetes Zubehör
 
Weiterführende Links
Deutsches Haustierregister
 
 
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Material I
Broschüre (PDF): Frei Lebende Katzen
 
 
Material II
Broschüre (PDF): Katzen-Kastration gegen Katzenelend
 

 
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